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Erneuter Lawineneinsatz in Obertauern

Am Donnerstag, 26. Februar, wurde um etwa 13:30 Uhr die Bergrettung Obertauern alarmiert: Oberhalb der Felseralm ging eine Lawine ab; eine 43-jährige Deutsche wurde verletzt und verstarb später an ihren schweren Verletzungen.

Eine deutsche Tourengeherin wurde oberhalb der Felseralm verschüttet und verstarb später im Krankenhaus (alle Bilder Alpinpolizei Sbg).

Ein deutsches Urlauberpärchen war bereits am Vormittag zu einer Skitour Richtung Glöcknerin aufgebrochen. Sie entschieden sich aber dann doch „nur“, den Hang etwa 300-400 Meter links oberhalb der Felseralm zu begehen. Als die beiden zum zweiten Mal in den mindestens 35 Grad steilen Hang abfuhren, löste sich auf 1750m Höhe ein etwa 200 Meter breites Schneebrett mit einer Abrisskante von 25-70 cm und verschüttete die Frau.
Der Mann konnte die Frau ausgraben und stieg zur Alarmierung Richtung Felseralm ab.
Die Besatzung des in Obertauern stationierten RettungshubschraubersMartin 7 und 10 Mitglieder der Bergrettung Obertauern und Mitglieder der Lawinen- und Suchhundestaffel brachen zum Unglücksort auf und konnten die schwer verletzte Frau bergen.

Die schwer verletzte Deutsche verstarb leider später im Krankenhaus.

Die 43-jährige Frau und der 46-jährige Mann hatte keine Notfallausrüstung mit.

"Schneewanderer" entdeckt
Während des Einsatzes entdeckten die Einsatzkräfte Fußspuren im Schnee, und später einen Mann, der sich im Lawinen-Gelände aufhielt. Daraufhin wurde die Suchaktion nach eventuell weiteren Verschütteten gestartet, bzw. flog der Ortsstellenleiter von Obertauern, Andreas Fasswald, mit Martin 1 über das Gelände einen Suchflug. Dabei konnte der deutsche „Wanderer“ mit Bergschuhen entdeckt werden. Er war den Skispuren im gefährlichen Gelände gefolgt und kam Richtung Felseralm talwärts.

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