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Erfolgreiche Suchaktion durch Bergrettungshund

Ein 74-jähriger Mann aus Werfen wurde am Abend des 27. Juli von Bergrettern im Gebiet des Hundsteins gesucht.

Suche nach vermisstem Wanderer am Hundstein

Wif Lederer mit Hündin Eyka von Bergrettung Leogang (Foto: Maria Riedler)

Der 74-jährige Mann hatte beim Abstieg vom traditionellen Ranggeln am Hundstein nicht mehr weitergehen können. Während seine Begleiter Hilfe holten, verschwand der Mann. Er konnte aber gegen 21:30 Uhr von einem Hundeführer der Bergrettung gefunden werden.

Am Sonntagnachmittag war der Werfener gemeinsam mit seiner Enkelin nach dem Besuch des Hundstein-Ranggelns über die Caritasalm in Richtung Gries/Pinzgau abgestiegen. Auf einer Seehöhe von 1800 Metern klagte er über Schmerzen im Bereich der Hüfte und musste sich hinsetzen, da er nicht mehr weitergehen konnte. Die Begleitpersonen stiegen weiter ab, um Hilfe zu holen. In diesem Almbereich konnte keine Telefonverbindung hergestellt werden.
Der Werfener blieb zurück und wartete. Als die Begleitpersonen wieder zurückkamen, war er verschwunden.

Großes Glück im Unglück
Durch die Polizei wurde eine Suchaktion der Bergrettung Zell am See und der Hundestaffel eingeleitet, bei der sieben Hunde der Bergrettung, ein Hund der Vermisstenstaffel und ein Polizeihubschrauber mit Infrarotsuchgerät eingesetzt wurden.

Gegen 21.30 Uhr konnte der Mann in einem völlig unzugängigen, steilen Gelände von der Bergrettungshündin „Eyka“ gefunden werden. „Als mein Hund in den nicht begehbaren, steilen und steinigen Graben lief, befürchtete ich das Allerschlimmste“, erzählt Hundeführer Wif Lederer. „Eyka lief zielstrebig dieses Gelände hinunter und ich habe dabei eine Geldtasche gefunden. Da wusste ich schon, dass da jemand sein wird. Als ich den Mann ansprechbar vorfand, war ich sehr erleichtert“, so Wif.
Der Verunglückte hatte Kopf- und Rippenverletzungen. Die Bergung über mehrere hundert Meter steilstes Gelände durch die Bergrettung Zell am See gestaltete sich als äußerst schwierig; der Einsatz eines Rettungshubschraubers war aufgrund des Geländes nicht möglich, außerdem war es mittlerweile dunkel geworden. Die Bergretter mussten insgesamt vier Seillängen zu je 50 m zum Verunglückten legen. Mit einer Fasenseilwinde konnte der Verletzte erst gegen 1 Uhr aus dem Gelände geborgen werden.

 

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