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Erfolgreiche Schwerpunktübung Pinzgau Nord

Die Schwerpunktübung der Ortsstellen Dienten, Saalfelden, Leogang, Lofer und Unken interessierte in diesem Jahr auch Alpin-Sachverständige auf Fortbildung.

Bergung eines Verletzten aus dem Klettersteig „Weiße Gams“ in Weißbach/Lofer

Teilnehmer an der Fortbildung für Alpin-Sachverständige am Gebirgskampfzentrum/ÖBH in Saalfelden; von links: Öst. Bundesheer, Öst. Zivilbergführerverband, Internationaler Zivilbergführerverband, Deutscher Zivilbergführerverband, DAV Sicherheitskreis, Öst. Alpinpolizei, Deutsche Bundeswehr sowie private Sachverständige

es geht auch um Details…

Pit Schubert, der Vater der Alpinen Sicherheit (2. v.l.) im Gespräch mit Franz Deisenberger und Bezirksleiter Sepp Herzog und unserer Pressereferentin Manuela Madreiter

Am 5. Mai 2012 fand in Weißbach bei Lofer die Schwerpunktübung der fünf Ortsstellen Dienten, Saalfelden, Leogang, Lofer und Unken statt. Am Klettersteig „Weiße Gams“ wurden verschiedene Übungsszenarien durchgespielt.

 

63 Kameraden aus den 5 Ortsstellen waren an der Übung beteiligt. In 3 Gruppen eingeteilt machten sich die Bergretter auf den Weg an unterschiedliche Stellen des Klettersteigs. Die Übungsannahmen waren jeweils etwas unterschiedlich – je nach Position im Steig, nach Anzahl der Verletzten, musste die Bergung entsprechend organisiert und durchgeführt werden. Die bevorzugte Technik war für die meisten Szenarien die Kaperbergung, die „Unfallopfer“ wurden entweder nach oben ans Ende des Klettersteiges oder nach unten ins Tal abgeseilt. Die medizinische Erstversorgung und das Vorbereiten zum Abtransport in der Vakuummatratze und mit UT waren ebenfalls Teil der Übung.

 

Die Leiter der 3 Übungsgruppen zeigten sich durchwegs sehr zufrieden mit der Arbeit der Kameraden, die Abläufe wurden technisch richtig durchgeführt, die Zusammenarbeit funktionierte ebenfalls reibungslos. Bezirksleiter Sepp Herzog: „Neben der Bergungstechnik ist das Zusammentreffen der verschiedenen Ortsstellen ein wesentlicher Aspekt der Übung. Solche Veranstaltungen sind wichtige Gelegenheiten, um die Kameraden aus den anderen Orten kennen zu lernen, und auch die Zusammenarbeit in weniger bekannten und eingespielten Teams zu proben.“

 

Der Ablauf der Übung interessierte in diesem Jahr aber nicht nur die Bergretter – auch eine Gruppe von Alpin-Sachverständigen war im Rahmen ihrer Fortbildung als Beobachter bei der Übung dabei.
Jährlich organisiert das Kuratorium für Alpine Sicherheit eine Fortbildung der Alpin-Sachverständigen, die im Gebirgskampfzentrum des Österreichischen Bundesheeres in Saalfelden stattfindet. Die Sachverständigen vertiefen bei diesen Veranstaltungen ihr Wissen über aktuelle Entwicklungen im Bergsport, um bei der Erstellung ihrer Gutachten stets auf neuestem Stand und fachlich korrekt beurteilen zu können. Dabei sind Vorträge aus rechtlicher Sicht, gehalten zB von Anwälten oder Richtern, ein genauso wichtiger Aspekt wie praktische Teile.


Nachdem im letzen Jahr das Thema „Errichtung von Klettersteigen“ das Thema war, beschäftigen sich die Experten heuer mit der Begehung ebendieser. Die Bergeübung der Bergrettung war ein willkommener Anlass, um den praktischen Aspekt „Rettung Verunfallter aus dem Klettersteig“ sozusagen „am Schauplatz“ zu diskutieren.

 

Nach der formellen Nachbesprechung wurde die Übung in informellem Rahmen bei einem gemütlichen Zusammensein beendet.

 

Weitere Fotos folgen!

 

Bericht: Manuela Madreiter

Fotos: Bergrettung Ortsstellen Dienten, Saalfelden, Leogang, Lofer, Unken

 

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