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Einsatzreicher Feiertag

Das schöne Bergwetter dürfte wohl ein Grund für die vielen Einsätze am vergangenen Feiertag gewesen sein.

Die Rauriser Bergretter bei der Bergung mittels Motorseilwinde. (Foto: ÖBRD Rauris)

Viele weitere andere Einsätze - wegen Absturz, Stolpern usw - waren an diesem Wochenende für die Bergretter aus insgesamt acht Ortsstellen zu leisten. (Foto: Bernd Kranabetter)

Sehr viele Einsätze wurden durch Unterstützung der Teams von Rettungshubschrauber und Polizeihubschrauber durchgeführt. (Foto: ÖBRD Rauris)

Die Mitglieder der Ortsstellen Werfen, Bad Gastein, Abtenau, Golling, Rauris, St. Gilgen, St. Wolfgang und Strobl waren dabei im Einsatz. Anbei nur einige Einsätze aus Polizeiberichten:

Werfen: Zwei Brüder stiegen über den sogenannten Hochkogelsteig vom Dr. Ödel Haus kommend in Richtung Tennengebirgsplateau auf. Einer der beiden kehrte nach kurzer Zeit um, weil ihm der Aufstieg zu schwierig war. Der zweite Mann, ein 55-jähriger Deutscher aus Tenneck, ging alleine weiter. Auf ca. 1880 Metern Höhe übersah er eine Kehre des Steiges und ging irrtümlicherweise geradeaus weiter. Dadurch geriet er in steiles unwegsames Gelände. Er rutschte auf losem Geröll aus und stürzte einige Meter in eine steile Schotterrinne ab. Dabei konnte sich noch an einem Felsvorsprung festhalten, um einen weiteren Absturz zu verhindern. Er verständigte dann per Handy die Bergrettung. Er wurde durch das Team des Polizeihubschraubers Libelle vom Flugretter provisorisch gesichert. Nach einer 20m-Seilbergung wurde er ins Tal geflogen.

Kitzlochklamm: Hier stürzte ein 52-jähriger niederländischer Urlauber in eine steil abfallende Böschung. Er hatte sich am Nachmittag bei einer Wanderung im Bereich einer Bachüberführung an einem Geländer angelehnt. Dieses brach aufgrund der morschen Beschaffenheit und der Mann stürzte in eine steil abfallende Böschung ca. 40 Meter ab. Der Urlauber erlitt durch den Absturz eine Gehirnerschütterung, einen Oberarmbruch und Verletzungen an der Wirbelsäule. Er wurde von der Rauriser Bergrettung geborgen (Anmerk. Ortstellenleiter Rohrmoser Wolfgang: Sehr bewährt hat sich dabei die kürzlich angeschaffte Motorseilwinde der Bergrettung Rauris. Dank dieser konnte ein äußerst schonender Transport bewerkstelligt werden...) und anschließend mit dem Rettungshubschrauber ins KH Schwarzach transportiert.


Strobl/Postalmklettersteig: Ein 33-jährige Salzburger durchstieg am Nachmittag mit Begleitern den Postalmklamm-Klettersteig. Nachdem der untere Teil des Klettersteiges absolviert wurde, stiegen sie entlang des Steiges Richtung Gamseckenwand auf. Der Steig führt entlang des Wieslergrabens, wobei man an mehreren Stellen einen guten Ausblick in die sogenannten Römerbäder hat. Der 33-Jährige stolperte dabei und stürzte über fast senkrechtes Gelände etwa 25 Höhenmeter in die sogenannte "Große Badewanne" und kam dort mit dem Kopf unter Wasser zu liegen. Ein Begleiter stieg sofort zu seinem Kameraden ab, zog ihn aus dem Wasser und leistete Erste Hilfe. Zwei nachkommende Klettersteiggeher leisteten ebenfalls Erste Hilfe und setzten einen Notruf ab. Da vorerst unklar war ob eine Hubschrauberbergung an dieser Stelle überhaupt möglich ist, wurde die Bergrettungsortsstellen Strobl, St. Gilgen und St. Wolfgang alarmiert. Der Schwerstverletzte wurde schließlich vom Team des Notarzthubschraubers C 6 erstversorgt, mit dem 60 m Tau aus dem Wieslergraben geborgen und ins UKH nach Salzburg geflogen.

 

357 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
444 Einsätze
(2020 aktuell)
1428 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)