Zum Hauptinhalt springen

Einsatz Postalmklettersteig

Vermeintliche Hilferufe lösten einen Einsatz für die Strobler Bergretter aus.

Gegen Mittag alarmierte eine Gruppe bayerscher Kletterer, die sich im Postalmklamm-Klettersteig am Fuße der Gamsleckenwand befand, über Notruf die Leitstelle des RK Salzburg. Die Bayerischen Bergsportler gaben an, dass sie unter sich einen massiven Steinschlag wahrgenommen und danach Hilferufe von nachsteigenden Kletterern gehört hätten.

In weiterer Folge wurde die Bergrettung Strobl um 12.18 Uhr über die vermeintlichen Hilferufe im Klettersteig alarmiert. Acht Bergretter der Ortsstelle sowie ein Alpinpolizist der PI Strobl durchstiegen den gesamten Klettersteiges, konnten jedoch keine in Not befindlichen Personen antreffen.

Erst bei Befragung einer Gruppe niederösterreichischer Kletterer beim Ausstieg aus der Gamsleckenwand, konnte in Erfahrung gebracht werden, dass mehrere Kletterer aus Ungarn beim Durchstieg der „Quellenkarstwand“ einen größeren Felsbrocken losgetreten hatten, der entlang des Klettersteiges in die Schlucht stürzte. Die Ungarn hätten sofort mehrere Warnrufe für die gefährdeten Nachsteiger ausgestoßen, jedoch nicht um Hilfe gerufen.

Von den Anzeigern dürften diese Warnrufe fälschlich als Hilferufe interpretiert worden sein. Der Einsatz wurde um 14.36 Uhr für beendet erklärt.



Bericht: Robert Ratzinger, Ortsstelle Strobl, AEG


Foto: Franz Pritz, xdreamphoto

 

 

 

158 Geborgene Personen
(2021 aktuell)
191 Einsätze
(2021 aktuell)
1446 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2021 aktuell)