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Einsatz Kitzsteinhorn für Snowboarder

Bereits vierter Einsatz in unwegsamen Zeferetgraben für Bergretter Kaprun.

Bilder: Johann Dörfler

Am 16.03.2008, gegen 14.00 Uhr fuhr ein 19-jähriger Staatsbürger aus Lettland mit seinem Snowboard vom Kitzsteinhorn/Kaprun ab und verließ die Skipiste bei einer Absperrung in Richtung "Zeferetgraben".

In der Folge geriet der junge Bursche bei äußerst schlechter Sicht und Schneesturm immer weiter in den nicht zu durchfahrenden "Zeferetgraben" ein, bis schließlich eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war. Mittels Mobiltelefon machte er seine Eltern auf seine missliche Lage aufmerksam. Diese alarmierten die Pistenrettung bzw. die Bergrettung Kaprun. Aufgrund der schwierigen Wettersituation war keine Hubschrauberbergung möglich, deshalb stieg die Bergrettung Kaprun mit 14 Mann via Lärchenwand Schrägaufzug in Richtung "Zeferetgraben" auf.

Extrem gefährliche Situation für Bergretter
„Die extrem hohe Lawinengefahr und die vielen durch Stürme umgeworfenen Bäume erschwerten unsere Rettungsaktion“, schildert Thomas Leitner von der Bergrettung Kaprun. Zusätzlich war auch die Kommunikation zwischen dem vermissten Snowboarder und den Einsatzkräften sehr schwierig, da der 19-jährige Bursche aus Lettland kein Wort Deutsch oder Englisch sprach.

Bergung mit Alpin Heli 6
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit, gegen 18.00 Uhr, kam es zu einer kurzfristigen Wetterbesserung und so konnte der 19-jährigen Snowboarder mittels Hubschrauberseilbergung der Besatzung des Rettungshubschrauber Alpin Heli 6 aus dem extrem steilen Gelände unverletzt geborgen werden.

Ein weiterer Anflug zum Abtransport der Bergretter, welche sich bereits unmittelbar vor dem jungen Snowboarder befanden, war wegen erneuter Verschlechterung des Wetters nicht möglich und so mussten die Bergretter wiederum den umständlichen und gefährlichen Weg bei Dunkelheit ins Tal antreten.

Vierter Bergeeinsatz in diesem Winter
Für die Kapruner Bergretter ist dies der vierte Bergeeinsatz in dem unwegsamen Graben in diesem Winter.
„Eigentlich unverständlich, da die Zufahrt ganz deutlich erkennbar abgesperrt ist. Von oben gesehen wirkt das Gelände aber wahrscheinlich sehr verlockend und deshalb fahren immer wieder Skifahrer und Snowboarder in den Graben ein. Aber im unteren Bereich mit dem vereisten Wasserfall ist dann spätestens das Ende erreicht und dann werden wir verständigt,“ erzählt der Kapruner Bergretter Thomas Leitner.

 

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