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Einsatz für verirrten Freerider am Kreuzkogel

Wieder kam es zu für die Bergrettung Bad Gastein zu einem Einsatz für einen Variantenskifahrer im Höhkargebiet.

Die gefährliche Variantenabfahrt vom Höhkar, Bild: Bergrettung Bad Gastein

Foto: Bergrettung Bad Gastein

Foto: Bergrettung Salzburg/Rauscher

Ein 27-jähriger Freerider aus Zell am See fuhr am Sonntagnachmittag, 6. April, vom Skigebiet des Kreuzkogels in die Skivariantenstrecke Nord des Höhkargebiets ein.
Als er bemerkte, dass er eine falsche Abfahrt erwischte hatte, forderte er gegen 16:00 Uhr mit dem Handy Hilfe an.
Er wurde angewiesen bei der Almhütte zu warten. In der Zwischenzeit verschlechterte sich das Wetter und eine Hubschrauberbergung konnte nicht mehr durchgeführt werden.
Die Gasteiner Bergbahnen nahmen die Goldbergbahn noch einmal in Betrieb und brachten fünf Bergrettungsleute der Bergrettung Bad Gastein auf den Kreuzkogel, die mit dem Skifahrer im letzten Tageslicht gemeinsam zur Höhkaralm abfuhren.

Eine zweite Gruppe stieg vom Anlauftal zum Wandfuß auf um die heikle Wandquerung bei Einbruch der Dunkelheit auszuleuchten. Der verirrte Skifahrer konnte so das letzte Stück bei Dunkelheit noch selbst abfahren.

„Aufgrund der Wetterprognosen war ein Zuwarten nicht möglich“, schildert der Ortsstellenleiter der Bergrettung Bad Gastein, Roland Pfund. „Wir mussten noch am Abend rauf, da wieder eine Wetterverschlechterung vorhergesagt wurde. Diese Wandquerung ist sehr heikel, momentan herrscht auch permanenter Eisschlag. Über Nacht sind zusätzliche 40 cm Neuschnee gefallen und die Lawinengefahr ist dramatisch angestiegen. Wir sind froh, dass alle 20 Mitglieder der Bergrettung und auch der Skifahrer unverletzt gegen 21:00 Uhr im Tal waren.“

 

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