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Ein Toter - mehrere Lawinenabgänge

Ein Kärntner Tourengeher wurde von einer Lawine am Königstuhl (Lungau) getötet. Ein weiterer Verschütteter bei einem Lawinenabgang am Kitzsteinhorn konnte durch seine Begleiter ausgegraben werden und blieb unverletzt.

Schneebrett Königsstuhl (Foto: Bergrettung Tamsweg)

Schneebrett Königssstuhl; massive Windzeichen (Foto: Polizei)

Schneebrett mit Einfahrtsspur Königstuhl (Foto Polizei)

Schneebrett am Kitzsteinhorn (Foto: Melanie Hutter - danke)

Bereits am Vormittag viele Spuren. Am Weg zum Langwied eingequert. (Foto: Melanie Hutter)

Auf dem Nordwestgrat des Königstuhls an der Landesgrenze zu Kärnten ging am Samstagnachmittag ein Lawine ab. Kurz vor 14 Uhr wurden die Tamsweger Bergretter alarmiert. Kärntner Bergretter, die bei einer Tour im Gebiet unterwegs waren, hatten einen Lawinenkegel entdeckt und mittels LVS-Gerät sofort auch nach möglichen Verschütteten gesucht.

Sie konnten auch einen Verschütteten orten und ausgraben. Doch jegliche Reanimationsversuche blieben erfolglos.

Der Notarzt des alarmierten Rettungshubschraubers konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der 52-jährige Kärntner wurde zuletzt von der Gruppe am Gipfel des 2.336 hohen Königstuhls gesehen. Er war alleine unterwegs und dürfte gegen 11.45 Uhr alleine abgefahren sein. „Den Lawinenabgang hat keiner gesehen“, sagte Hannes Kocher, Bezirksleiter der Bergrettung Lungau.


14 Bergretter, zwei Alpinpolizisten, ein Rettungs- und Polizeihubschrauber waren im Einsatz. Die Feuerwehr Tamsweg brachte die Bergretter zum Einsatzort. Die Besatzung des Polizeihubschraubers barg die Leiche.

 

 

Lawine am Kitzsteinhorn



Am späten Samstagnachmittag nach 16 Uhr wurde auch ein Skifahrer am Kitzsteinhorn durch ein Schneebrett verschüttet. Der 36-Jährige war mit einer fünfköpfige polnische Gruppe im Variantengelände am Kitzsteinhorn unterwegs. Einer der Skiläufer löste ein Schneebrett aus und wurde verschüttet. Er konnte von seinen mit Suchgeräten, Sonden und Schaufeln ausgestatteten Kameraden sehr rasch aus ca. einem Meter Tiefe geborgen werden. Zum Einsatz wurden auch Rettungshubschrauber und Bergretter aus Kaprun und Bergrettungshundeführer alarmiert.

 

 

Lawineneinsatz Gastein


Auch in Gastein gab es einen Lawineneinsatz: Um 14:20 Uhr wurden die Badgasteiner Bergretter und Hundeführer der Bergrettung alarmiert. Am Kreuzkogel war ein Lawinenabgang gemeldet worden. Es wurden aber keine Personen verschüttet.

 

 

Fotos: Bergrettung Tamsweg, Polizei und Melanie Hutter (Kitz)

 

 

 

 

340 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
428 Einsätze
(2020 aktuell)
1429 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)