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Dreimal Einsätze für Bergrettung im Bundesland an einem Tag

Am Dienstag, 14. September, hatten Salzburger Bergretter gleich drei Einsätze: In St. Veit, Grödig und Rauris.

Schwieriger Bergeeinsatz St. Veit

St. Johanner Bergretter halfen bei der Bergung eines abgestürzten Fahrzeuges. Der Lenker, ein einheimischer Jäger, konnte sich noch rechtzeitig aus dem Fahrzeug retten!

Ein junger Goldegger Jäger war am 14. September mittags im Gemeindegebiet St. Veit/Höchalpe am Stuhlwaldweg mit seinem Fahrzeug unterwegs, als sich vor ihm Felsbrocken lösten. Beim Ausweichmanöver des Mannes stürzte sein Fahrzeug ab. Der Goldegger konnte sich mit einem Sprung aus dem Fahrzeug noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, das Auto stürzte dann in extrem steiles Gelände etwa 50 Meter ab. „Der Jäger hatte extremes Glück“, so die Einsatzkräfte der St. Johanner Bergrettung. „Wir haben ihm zu seinem Geburtstag gratuliert, den er übrigens tatsächlich an diesem Tag feierte!“

Die Freiwillige Feuerwehr St. Veit barg mit Unterstützung der St. Johanner Bergretter das Fahrzeug. Da das Gelände sehr steil und unwegsam war und der Forstweg sehr eng, konnte mit keinen Spezialfahrzeugen eine Bergung gemacht werden. Bei der sehr aufwändigen Bergung mit Hilfe eines Traktors übernahmen die St. Johanner Bergretter die Rücksicherung des Fahrzeuges mittels Stahlseil. Der Einsatz dauerte schließlich bis um 20 Uhr.
Es waren 20 Mitglieder der FF St. Veit und sieben St. Johanner Bergretter/innen am Einsatz beteiligt.

Suchaktion Grödig
Aufgrund einer Meldung eines Jägers, der Hilferufe gehört hatte, suchten Grödiger Bergretter gemeinsam mit Bergrettungshundeführern nach einem eventuell Verunglückten im Bereich des Untersberges.

Ein Jäger hörte am 14.September gegen 18.30 Uhr im Abstand von etwa zehn Minuten zweimal Hilferufe..
Er verständigte die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bergrettung. Gegen 19.50 Uhr wurde deshalb eine Suchaktion im Gemeindegebiet Glanegg/ Grödig ausgelöst. Die Suche fand in steilem und schwer zugänglichem Gebiet bei Dunkelheit statt. Um 00.30 Uhr musste die Suche ergebnislos abgebrochen werden. „Die Gegend ist sehr schwer einsehbar, vor allem in der Nacht“, so der Ortsstellenleiter von Grödig, Bruno Tischlinger. Augenzeugen hatten zu dieser Zeit einen älteren Mann in diesem Bereich abwärts gehen sehen.
An der Suche beteiligten sich 24 Mann der Bergrettung Grödig, 1 Alpinpolizist, 2 Männer der FF Grödig und insgesamt 7 Hundeführer von Polizei und Bergrettung. Weiters wurden die Suchkräfte vom Hubschrauber Libelle des Innenministeriums mit Suchscheinwerfer und Wärmebildkamera unterstützt.
Zweckdienliche Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Anif unter der Telefonnummer 059133/51100 entgegen.

Rauris: Jagdgast in Bergnot
Die Rauriser Bergretter halfen einem deutschen Jagdgast im Bereich Maschlalm aus Bergnot.

Am 14. September um etwa 17 Uhr begab sich ein 68-jähriger deutscher Jagdgast im Gemeindegebiet Rauris, Jagdgebiet Maschlalm, alleine auf einen Pirschgang. Dabei verstieg er sich in unwegsamen und steilen Gelände. Er konnte weder vor noch zurück.
Auf einer Seehöhe von ca. 1.800 Meter, blieb er in einer sicheren Nische sitzen und alarmierte mit seinem Mobiltelefon seinen Jäger. Dieser verständigte um ca. 22.30 Uhr Polizei und Bergrettung. „Der Mann hat das völlig richtig gemacht“, lobt Herbert Rohrmoser, Ortsstellenleiter von Rauris dieses Vorgehen. „Er blieb auch in diesem Bereich bis wir ihn fanden“. Die Bergrettung Rauris rückte mit 11 Mann, einer Cross-Maschine und einem Quad aus. Die Suchmannschaft gelangte so relativ schnell auf die sogenannte Hirzkaralm. Vor dort kamen sie zu Fuß in ca. 45 Minuten zum verstiegenen Jagdgast und konnten diesen wohlauf und unversehrt gegen 01.30 Uhr zu Tal bringen.

 

341 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
429 Einsätze
(2020 aktuell)
1429 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)