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Drei Verschüttete bei Lawinenabgang Großer Königstuhl

Eine Skitourengruppe wurde am Sonntagvormittag bei einem Lawinenabgang von einem Schneebrett unterhalb des Gr. Königstuhls (Thomatal) erfasst. Einer von ihnen wurde komplett verschüttet und von seinen Begleitern geborgen.

Am Sonntag, 3. Jänner 2021, gab es gegen 10.45 Uhr zum dritten Mal innerhalb weniger Tage einen Lawineneinsatz in Schönfeld/Lungau. Dieses Mal ging ein Schneebrett am Großen Königstuhl (2336 m,Nockberge) ab.

Vier Skitourengeher aus der Steiermark bzw. aus dem Lungau wurden beim Aufstieg auf den Königstuhl vom Rosaninsee aus von einem Schneebrett erfasst und mitgerissen. Zwei Tourengeher wurden dabei teilverschüttet und einer komplett. Der Ganzverschüttete, ein 28-jähriger Steirer, konnte von seinen Begleitern nach 10-15 Minuten gefunden und ausgegraben werden. 

Die alarmierten Bergretter aus Tamsweg und Muhr versorgten den Verschütteten vor Ort gemeinsam mit einem Rettungshubschrauberteam aus Kärnten. „Der Mann dürfte eine Oberschenkelfraktur erlitten haben“, so Hannes Kocher, der Bezirksleiter der Lungauer Bergrettung.

Nach der Erstversorgung durch zwei anwesende Ärzte und Notfallsanitäter wurde der Tourengeher mittels Taubergung geborgen und in ein Krankenhaus nach Kärnten geflogen. Im Einsatz standen neben Bergrettern aus Tamsweg und Muhr und einem Hundeführer der Bergrettung noch Alpinpolizei und das ÖAMTC-Hubschrauberteam aus Kärnten.
Das Schneebrett war etwa 100 Metern breit und 350 Meter lang.

Wegen der derzeit sehr angespannten Lawinensituation in den Lungauer Nockbergen appellierte der Bezirksleiter an die Tourengeher, sich defensiv am Berg zu verhalten bzw. auf Skitouren zu verzichten. „Was die Lawinenwarnstufe betrifft, so war das heute wieder ein gespannter Dreier“, so Kocher. „Der über 30 Zentimeter tiefe Pulver liegt auf schlechtem Untergrund, einer Harschschicht.“


In dieser Woche sind im Lungau bereits mehrere Lawinen abgegangen, bei denen Tourengeher oder Variantenfahrer teils oder komplett verschüttet, aber zum Glück nicht schwerer verletzt wurden. Die Kameradenrettung hat gut funktioniert. „Der richtige Umgang mit der Notfallausrüstung gehört für die Kameradenrettung geübt, das hat der heutige Einsatz wieder gut gezeigt“, so Kocher.

Fotos: Bergrettung Tamsweg
 

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