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Dienten: Schwierigste Bergung vom Königsjodler

Dientener Bergretter hatten einen äußerst schwierigen Bergeeinsatz vom Königsjodler (Hochkönigmassiv).

Erschöpftes Pärchen
Am Sonntag, 5. September, um etwa 15 Uhr riefen zwei Bergsteiger (Pärchen aus Slowakei, wohnhaft in München, 23 und 27 Jahre alt) über das Rote Kreuz St. Johann per Handy um Hilfe: Vor allem die 23-jährige Frau war komplett erschöpft und konnte nicht mehr weiter. Aufgrund der Wetterbedingungen (starker Nebel) konnte ein Rettungshubschrauber nur bis zur „Taghaubenscharte“ fliegen. Er brachte um etwa 16 Uhr Bergretter aus Dienten bis zu diesem Bereich, die Bergretter stiegen dann den Klettersteig bis zum Kematsteingipfel (2772m), wo sich das erschöpfte Paar befand, auf.

Erstversorgung Ortsstellenarzt

Nach einer medizinischen Erstversorgung durch den Ortsstellenarzt der Dientener Bergrettung wurde das Paar von den Bergrettern mit seiltechnischer Unterstützung (Mannschaftszug, abseilen etc) wieder über den Klettersteig zurück ins Tal gebracht.
Der Notausstieg über das Birgkar ist nämlich derzeit aufgrund der Schneelage nicht möglich. Der Abstieg dauerte bis 2:30 Uhr in der Nacht, erst dann konnten die beiden Bergsteiger dem Roten Kreuz zum Transport ins Krankenhaus Schwarzach übergeben werden.

Dientener Bergretter raten vor Begehung ab!

Vor allem die Frau war komplett am Ende ihrer Kräfte und zeitweise im Dämmerschlaf. „Wir waren froh, dass wir unseren Ortsstellenarzt mithatten“, so der Einsatzleiter der Dientener Bergretter, Bernd Kranabetter. „Wir möchten derzeit eher davon abraten den Klettersteig Königsjodler zu begehen, da aufgrund der Schneelage kein Notausstieg möglich ist“.

Alle Bilder: Bergrettung Salzburg

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