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Die Bergrettung Großarl feierte 75 Jahr Jubiläum

Eine Organisation, die in einem bergsportbegeisterten Tourismusort wie Großarl mit Tausenden Gästen nicht wegzudenken ist und deren Arbeit dennoch meist im Hintergrund abläuft, feierte in Großarl ihren Geburtstag.

 

Die Bergrettungsortsstelle Großarl kann auf eine langjährige Tradition zurückblicken. „Das erste Mal scheint die Ortsstelle im Jahr 1935 auf“, erklärt Ortsstellenleiter Ignaz Hettegger.
Gegründet wurde die Bergrettung in Großarl von Josef Santner und hatte im Großarltal seit jeher eine wichtige Bedeutung. So mussten von den Großarler Bergrettern seit jeher sehr viele alpine Einsätze für Menschen in Bergnot geleistet werden.

Viele Einsätze
Neben der Rettung von unzähligen Verletzten aus den Bergen Großarls war auch immer die Bergung, Erstversorgung und der Abtransport von Tausenden Skifahrern im Pistenrettungsdienst eine der Hauptaufgaben der Großarler Bergretter.
Dazu kamen auch leider einige schwere Lawinenunglücke, die den Großarler Bergrettern schwierigste Einsätze abforderten. Wie etwa das größte Lawinenunglück im Jahr 1958, bei dem im Bereich der Loosbühelalm in der Silvesternacht 17 Studenten von einer Lawine verschüttet wurden. Dieses tragische Ereignis forderte vier Todesopfer und eine schwerverletzte Person.

Moderste Technik heute
War früher der Abtransport von Verletzten ein schwieriges und langwieriges Verfahren, so hat sich mittlerweile – nicht nur im Großarl – erfreulicherweise sehr viel geändert. „Musste man früher noch zum Teil mit Fahrrädern zu einem Einsatz fahren und die Verletzten mühevoll in das Tal abtransportieren, so entlasten die neueste Technik, modernste Einsatzfahrzeuge und das gut ausgebaute Wegnetz die Bergretter in Großarl nun enorm“, schildert der jetzige Ortsstellenleiter Hettegger.

Jederzeit einsatzbereit
Trotzdem sind es gerade die Bergretter, die bei schlechtesten Bedingungen – wenn keine Hubschrauberflüge möglich sind – und bei jedem Wetter Tag und Nacht in Einsatzbereitschaft sind. Dafür ist die Großarler Bevölkerung aber auch dankbar, denn besonders in Großarl spürt man die enorme Verbundenheit der Gemeinde, des Tourismusverbandes und diverser Sponsoren mit „ihrer“ Bergrettungsortsstelle.
Die Großarler Bergretter können dank großzügigster Unterstützung aus der Bevölkerung über neueste Einsatzgeräte, modernste Schulungs- und Ausbildungsräume verfügen. So sind über 36 topausgebildete und ausgerüstete Mitglieder bei 24 Stunden für alpine Notfälle in Einsatzbereitschaft.

Großes Festprogramm
Natürlich wurde der 75ste Geburtstag in Großarl am vergangenen Wochenende auch dementsprechend mit Hunderten Besuchern gefeiert: Mit Frühschoppen, Fahrzeugweihe und einem reichlichen Rahmenprogramm.

(Pongauer Nachrichten, 17. Juni 2010, Maria Riedler)


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