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Deutscher Urlauber verstieg sich im Steinernen Meer

Such- und Bergeaktion nach verirrtem Bergsteiger am Steinernen Meer.

Einsatz Brandhorn

Archivaufnahmen

Am 27.07.2011, um 21.42 Uhr, meldete eine deutsche Urlauberin der Polizei, dass ihr Ehegatte nach einer Bergwanderung am Steinernen Meer im Ortsgebiet von Maria Alm nicht wie vereinbart um 20.00 Uhr zurückgekehrt und auch nicht mehr telefonisch erreichbar war. Im Zuge der daraufhin durchgeführten polizeilichen Erhebungen konnte der alpinistisch unerfahrene Mann kurzzeitig telefonisch erreicht und so sein ungefährer Standort ermittelt werden. Der Bergwanderer gab an, die Tour und das eigene Können völlig unterschätzt zu haben und so im hochalpinen Gelände im Bereich des Brandhorns in die Dunkelheit geraten zu sein.
Zu schwieriges Gelände und Gewittereinbruch
Nachdem ihn ein Gewitter überrascht hatte, war der Übergang vom Brandhorn zum Marterlkopf für den 37-Jährigen zu gefährlich. Er wollte die Stelle umgehen und kam dabei in steiles Schrofengelände, wo er schlussendlich weder vor noch zurückkam. In weiterer Folge wurde die Bergrettung Saalfelden alarmiert, welche in der Nacht bei widrigen Wetterverhältnissen eine Such- und Bergeaktion startete. Um 02.00 Uhr wurde der Deutsche im steilen, felsigen Gelände, in einer Seehöhe von ca. 2300 Meter, völlig erschöpft von den fünf Saalfeldener Bergrettern aufgefunden. Er hatte sich in einer Felsnische in seine Alu-Rettungsdecke eingewickelt. Er wurde von den Bergrettern vor Ort erstversorgt und anschließend über Steilstufen abgeseilt und über die Torscharte nach Hintertal gebracht. Aufgrund seiner Erschöpfung und einer körperlichen Beeinträchtigung dauerte die Bergung bis 6 Uhr morgens.
Gute Tourenplanung für alpines Gelände wichtig!
"Die Ursache für diesen - am Ende glimpflich verlaufenden Einsatz - war wie so oft Selbstüberschätzung und mangelnde bzw. keine Tourenplanung", so Ortsstellenleiter Bernd Tritscher."Leider ist der Bergsteiger auch viel zu spät aufgebrochen und hat die Wettervorhersage mit Gewitter ignoriert. Der Mann war der Meinung, dass der Übergang von der Buchauerscharte zur Torscharte ein normaler Wanderweg sei. Er unterschätzte dabei das alpine Gelände komplett und begab sich dadurch unnötig in Gefahr", bedauert der Ortsstellenleiter von Saalfelden, Bernd Tritscher.

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