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Deutscher Bergsteiger am Felber Tauernkogel (2989 m) verunglückt

Ein deutscher Bergsteiger wurde am Felbertauernkogel nach einer Suchaktion am 21. Juli nur mehr tot aufgefunden.

Foto: Wikipedia

Der 58-jährige Bergsteiger mietete sich am Dienstag, 19. Juli, kurz nach Mittag für eine Nacht auf einer Hütte am (Felber Tauernkogel 2989 m) ein. Noch am Nachmittag wollte er den 2989 Meter hohen Berg besteigen und startete die Tour nur mit leichter Hose und leichter Jacke bekleidet. Seinen Rucksack ließ er auf der Hütte zurück.
Als der Deutsche bis in die Abendstunden nicht zurückgekehrt war und das Wetter umschlug, stieg der Hüttenwirt in Richtung Gipfel auf, um nach dem Bergsteiger zu suchen. Er folgte den Spuren bis knapp unterhalb des Gipfels, musste jedoch aufgrund starken Nebels die Suche erfolglos abbrechen. Daraufhin alarmierte er die Bergrettung Mittersill und die Alpinpolizei Zell am See.
Vier Bergretter und ein Alpinpolizist stiegen am Mittwoch bei schlechtem Wetter, Regen und ab ca. 2000 Meter Höhe Schneefall zur St. Pöltner Hütte auf. Sie erreichten den Gipfel gegen 15.30 Uhr. Der Vermisste konnte dabei nicht gefunden werden. Durch seinen Eintrag in das Gipfelbuch wurde der Name des Deutschen bekannt, sodass die Polizei in Thüringen Kontakt mit Angehörigen herstellen konnte.
Die Suche gestaltet sich wegen des schlechten Wetters äußerst schwierig: In der Nacht waren ca. 20 Zentimeter Neuschnee gefallen. Das Felsgelände ist extrem steil und vielfach mit einer Eisschicht überzogen.
Die Suchaktion wurde am Donnerstag fortgesetzt. Von Osttirol suchten Bergretter aus Matrei nach dem Vermissten und von Salzburger Seite Mittersiller Bergretter. Nach einer Handypeilung konnte das Suchgebiet etwas eingeschränkt werden und der Deutsche wurde schließlich gegen 14 Uhr nur mehr tot gefunden. Er dürfte bei Beginn des Abstieges in eine Nordostflanke abgestürzt sein.

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