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Dank an Retter zu Weihnachten

"Sie waren meine rettenden Engel. Ich habe gewusst - wenn sie mich nicht finden, dann war es das jetzt." Ein Verunglückter dankte den Badgasteiner Bergrettern.

Herr und Frau Betz in der Bergrettungsortsstelle Badgastein. Dort stießen sie auf die erfolgreiche Rettungsaktion mit einem Glas Sekt an und dankten einem Teil des damaligen Rettungsteam. Auf Fotos (von li): Conny Pfund, Herr und Frau Betz, Roland Pfund, Martin Stockinger.

Herr Betz überreichte Roland Pfund eine Spende.

Martin Stockinger, Frau und Herr Betz, Ortsstellenleiter Roland Pfund.

Dankesschreiben

Es war am 26. August im heurigen Sommer, als die Bergrettung Badgastein zu einem Einsatz ins Anlauftal alarmiert wurde: Ein 74-jähriger deutscher Wanderer war am späten Nachmittag bei seiner Wanderung in der „hinteren Radeck“ im Anlauftal bei einer Flussquerung. Er blieb dort - auf etwa 1800 Metern Höhe - unglücklich in einer Spalte von Steinen mit einem Fuß stecken. Dabei löste sich über ihm ein gut 100 kg schwerer Fels, der auf sein Bein donnerte.

Die Rettungsaktion gestaltete sich schwierig, vor allem die Suche nach dem Verunglückten. Schließlich gelang es dem Rettungsteam - gemeinsam mit dem Team von Alpin Heli 6 - ihn zu finden und auch zu bergen.
Jetzt, zu Weihnachten, besuchte der im Sommer verunglückte Mann mit seiner Frau einen Teil der damaligen Bergemannschaft, um seinen Dank auszusprechen.


Nachdem die schweren Fußverletzungen mit ärztlicher Kunst inzwischen so weit verheilt sind, dass ich wieder gehen kann, ist es mir ein großes Anliegen, mich bei ihnen persönlich und der ehrenamtlichen Bergrettung Badgastein allgemein für ihren nicht selbstverständlichen, aufopfernden und oft auch noch gefährlichen Dienst am Nächsten von Herzen zu bedanken“, so der damals verunglückte Helmut Betz. „Ich bin mir nämlich sehr wohl bewusst, dass meine missliche und qualvolle Zwangslage im Anlauftal ohne den Einsatz der kompletten Rettungsmannschaft anders ausgegangen wäre. So aber konnte ich mit der selbstlosen Hilfe des gut eingespielten Rettungsteams noch rechtzeitig erlöst werden.

Spende für Ortsstelle

Herr Betz und seine Frau Rosi dankten bei ihrem Besuch in der Ortsstelle Badgastein mit einer Spende für die komplette Mannschaft. Helmut Betz zum Ortsstellenleiter Roland Pfund: „Herr Pfund, sie haben den richtigen Namen, ich habe sie als einen Pfundskerl, der herzhaft anpacken kann, erleben dürfen. Für mich seid ihr meine rettenden Engel.“

Betz dankte auch der Organisation Bergrettung allgemein. „Der Umstand, dass ich drei Monaten nach meiner Rettung aus qualvoller Gefangenschaft durch eine rutschende Felsplatte noch immer eine bleibende und dankbare Erinnerung an die Bergrettungortsstelle aus Badgastein habe, beweist, dass die Rettungsmannschaft Badgastein ihr Gerätschaft und Fachwissen nicht nur mit Verstand, sondern auch mit der für Bergverletzte unbedingt dazugehörigen menschlichen Zuneigung einzusetzen wissen!

Wieso könnte ich mich sonst an nichttechnische Eindrücke wie den Wärme spendenden Augenausdruck des Obmannes Roland Pfund erinnern?“

 

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