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Broad Peak, 8051m, Karakorum

Der Broad Peak ist mit 8051 m Höhe einer der vierzehn Achttausender und der zwölfthöchste Berg der Erde. Er liegt im Karakorum und zählt zur Gasherbrum-Gruppe, die sich im Süden anschließt. Sein nördlicher Nachbar ist der K2, von dem er nur durch den Godwin-Austen-Gletscher getrennt ist. Die Erstbesteigung erfolgte am 9. Juni 1957 durch eine österreichische Kleinexpedition mit Hermann Buhl, Kurt Diemberger, Fritz Wintersteller und Expeditionsleiter Marcus Schmuck.

 

Der Aufstieg

 

Im Juni 2011, also 54 Jahre später,  reisten wir von Islamabad in einer 2-tägigen Fahrt über Chilas nach Skardu.  Von dort gings dann weiter nach Askole dem letzten Dorf. Danach erreichten wir in einem 6-tägigen Anmarsch über den Baltoro Gletscher das Basislager. In den darauffolgenden Tagen begannen wir mit dem Einrichten der Lagerkette. Der viele Schnee und das unbeständige Wetter machte uns allerdings zu schaffen. Unser Plan war daher nach mehrmaligen Auf und Abstiegen und den  Materialtransporten bis zum Lager 2, den Gipfel nur über zwei Lager zu erreichen.  Als uns daher ein halbwegs brauchbares Wetter von 3 Tagen vorausgesagt wurde brachen wir  gleich am nächsten Tag um 4h früh auf und übersprangen Lager 1 um das gute Wetter zu nützen. Im Lager 2 standen ja noch unsere Zelte und wir hatten ja auch hier bereits Material für den Aufstieg deponiert.

 

Der Gipfeltag

 

Am nächsten Tag stiegen wir dann auf etwas über 7000m, also unser letztes Lager. Hier nachmittags angekommen stellten wir fest, dass wir aufgrund der herrschenden Schneemengen nicht wie geplant um 4h früh sondern bereits um 21h starten mussten.  Die restliche Zeit hatten wir daher nach dem Aufbau der Zelte nur mehr zum Schneeschmelzen und einem kurzen Ausrasten. Pünktlich stiegen wir in einer klirrend kalten Nacht dem Gipfel entgegen. Nach mühsamer Spurarbeit und Versicherungen von steileren Passagen hellte sich der Tag um 5h früh auf und wir konnten erkennen, dass sich nicht nur der Gipfel in eine Wolke hüllte sondern  dass uns auch der Nebel immer mehr umgab.  Auch das Spuren wurde anstrengender, da hier im oberen Bereich der Schnee einen harten Deckel aufwies. Um 10h30, also nach 13,5 Std. befanden wir uns knapp unterhalb des Cols im dichten Nebel. 250 m unterhalb des Gipfels mussten wir leider erkennen, dass ein Weiterkommen fast unmöglich war und entschieden uns schweren Herzens zur Umkehr. Es war ja noch ein langer Abstieg zu bewältigen. Um 16h, also nach 19 Std., erreichten wir wieder unser Lager 3 und fielen in die Schlafsäcke.

 

Der Abstieg

 

Am nächsten Morgen mussten wir aufgrund des nahenden Schlechtwetters und des bereits beginnenden Schneefalls sofort wieder ins Basislager in einem Tag absteigen. Die darauf folgenden Tage brachten leider keine Wetterbesserung, sodass wir nach mehr als 5 Wochen Berg unsere Heimreise antreten mussten.

 

Bericht & Fotos: Wolfgang Maschits, August 2011

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