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Bezirksübung Pongau Ost: Bergeverfahren im schwierigen Gelände

Ein Übungseinsatz im Gelände eines aufgelassenen Bergwerkstollens stand am Programm der Bezirksübung Pongau Ost.

Bei der Bezirksübung der Bergrettungsortsstellen "Pongau Ost" am Sonntag, dem 13. September, hatten die acht teilnehmenden Ortsstellen und 65 Bergretter die Möglichkeit, unterschiedlichste Bergungstechniken zu üben.

Unter der Leitung von Wolfgang Islitzer, Ausbildungsleiter der Ortsstelle Wagrain, wurden kombinierte Bergeverfahren auf einer langen, durchgehenden Strecke wie etwa Kapper-, Seilwinde-, oder Seilbahnbergung unter schwierigen Bedingungen trainiert.

Die Teilnehmenden bekamen zu Beginn der Übung Koordinaten von verschiedensten Verletzten im Bereich des Seidlalmgrabens.
Im Gelände des unteren und oberen alten, bereits aufgelassenen Bergwerkstollens wurden die drei „Verletzten“ gefunden und geborgen.
So galt es etwa einen Schwerverletzten (80 kg schwere Puppe) aus einem Felsspalt im Bereich des Stollenausgangs zu finden und zu bergen, welcher in der Schlucht bei einem verkeilten Baum äußerst schwer zu erreichen war und mit einem Bergedreieck abtransportiert werden musste.

Auch die notärztliche Versorgung durch den Bergrettungsarzt der Ortsstelle Wagrain, der zu einer abgestürzten Person über zwei Seillängen abgeseilt wurde, stand am dichten Übungsplan.
Zur Überwindung verschiedenster Hindernisse - wie steile Felswände, Schluchten und Waldgelände - wurde eine über 150m durchgehende Seilbahn errichtet.

„Die in neun Gruppen aufgeteilten Teilnehmer hatten die unterschiedlichst verteilten Aufgaben, die auch von allen Teilnehmenden gut und rasch bewältigt werden konnten“
, schildert Wolfgang Islitzer. „Schwierig war für die Teilnehmer auch zu erkennen, was an Material gebraucht wird bzw. auch mit ´fremdem` Material aus den anderen Ortsstellen zu arbeiten. Der persönliche Einsatz aller Bergretter war groß und die Zusammenarbeit sehr gut“.

Bei der abschließenden Schlussbesprechung im Hotel Berghof (ein herzliches Danke für die Unterstützung!) konnten die teilnehmenden Bergretter noch einen Gesamtüberblick der Übung durch eine Diashow bekommen. „Eine vorbildlich organisierte und aufbereitete Übung mit einem raschen und effektiven Ablauf“, zeigt sich auch LL-Stv. Hannes Laner erfreut.

367 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
461 Einsätze
(2020 aktuell)
1428 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)