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Bezirkssommerübung 2017 - St. Gilgen

43 Bergretter aus dem Bezirk Flachgau übten am Samstag, 24.6.17,schwierige Bergeszenarien am Plombergstein in St. Gilgen. Organisiert wurde die Übung diesen Sommer von der Ortsstelle St. Gilgen unter der Leitung des neuen Ortsstellenleiters Stephen Matthey. Für die perfekte Vorbereitung und den anschließenden Übungsablauf sorgte Ausbildungsleiter Manfred Schnitzhofer.

Die für die diesjährige Sommerübung ausgearbeiteten Schwerpunkte waren:

 

  • Organisation und Führung der Einsatzgruppen
  • Anmarsch unter Einsatz von Aufstiegshilfen
  • Einsatzwichtiger Informationsbedarf (Dokumentation, Info Weitergabe etc.)
  • Erfahrungsgewinn zum koordinierten Einsatz von Schwerpunktgerät bzw. dem Einsatz der Mannschaften aller Ortsstellen des BR-Bezirkes Flachgau

 

Drei Einsatzszenarien

Um für den Ernstfall bestens vorbereitet zu sein, bewältigten 43 Bergretter am Samstag bei einer Bezirksübung in St. Gilgen drei schwierige Aufgaben: Ein Schwerverletzter musste aus einer Kletterroute am Plombergstein geborgen werden, zwei weitere Verletzte aus unwegsamen, steilen Gelände.

 

Erschwerte Bedingungen

Erschwert wurde die Bergung durch die Übungsannahme, dass der Rettungshubschrauber wegen schlechten Wetters nicht einsatzfähig war. Deshalb wurden die Verletzten in der Universaltrage abgeseilt und von den Rettern ins Tal getragen. Für den Patientenabtransport aus dem felsigen Gelände musste bei einer Übungsstation eine "Seilbahn" über einen Graben gespannt werden.

 

 

Stationenbetrieb, Zusammenarbeit und Seiltechnik

Fünf Ortsstellen beteiligten sich an der Übung: St. Gilgen, St. Wolfgang, Strobl, Grödig und Salzburg. "Anhand von drei Szenarien wurde die Zusammenarbeit untereinander geübt", schilderte Bezirksleiter Roland Schimpke. "Es hat sehr gut funktioniert. Die Bergeszenarien sind ohne größere Fehler bewältigt worden." Die größte Herausforderung sei das Bedienen der Seile und die Kaperbergung gewesen, bei der sich ein Bergretter mit dem Verletzten am Rücken abseilt.

 

Zunahme der Einsätze im Flachgau

Damit im Ernstfall alles nach Plan abläuft und jeder Griff sitzt, muss die Komplexität von Seil- und Kaperbergungen regelmäßig geübt werden. Die Einsätze im Flachgau nehmen jährlich zu. In der ersten Jahreshälfte 2017 rückten die Bergretter der einzelnen Ortsstellen bereits rund 50 mal zu alpinen Notfällen aus.

 

Optimale Erstversorgung

Ein Schwerpunkt der Übung am Plombergstein war auch die optimale Erstversorgung und Betreuung der Verletzten bis zur Übergabe an die Rot-Kreuz-Sanitäter. "Es handelte sich um realistische Szenarien, wie sie in unserem Einsatzgebiet immer wieder vorkommen", weiß der neue Leiter der Ortsstelle St. Gilgen, Stephen Matthey.

 

Im Fokus: Kommunikation

Im Fokus der Übung stand auch die interne Kommunikation, denn nicht alle Bergretter aus dem Flachgau kennen sich persönlich. Je exakter und verständlicher die Anweisungen erfolgen, desto rascher geht die Bergung vor sich. "Unser Ausbildungsleiter Manfred Schnitzhofer hat die Übung perfekt geplant", sagte der neue Ortsstellenleiter von St. Gilgen Stephen Matthey. Matthey lobte auch das beherzte Engagement aller Teilnehmer.

 

Bericht: VR / CH

Bilder: Aschauer / Lajosch Ch. / Schimpke

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