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Bezirkssommerübung 2016 - Grödig

Großbrand am Untersberg: So lautete die Erstalarmierung der diesjährigen Bezirskübung am Freitag im Flachgau. An der Katastrophenübung nahmen neben 66 Bergrettungsfrauen und -männern an die 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Alpinpolizei und Bundesheer mit insgesamt fünf Helikoptern teil. Auch Berchtesgadener Einsatzkräfte waren Teil der Großübung.

v. li. n. re.: Kat.Schutz.Ref. Walder, LL Laireiter, OL Schörghofer

Großeinsatzzentrale

Einsatz Stützensteig

Einsatz Steinbruch

Ein halbes Jahr dauerte die Vorbereitung für die Großübung des Katastrophenschutzes. Zwei Waldbrände am Untersberg, abgestürzte Wanderer am Grödiger Törl und im Bereich des Stützensteigs, dann sei noch ein Helikopter verunglückt und ein Auto im Bereich des Grödiger Steinbruchs abgestürzt. Zu fünf Einsatzszenarien wurden die Einsatzkräfte fast zeitgleich alarmiert.

 

Viele schöne Bilder

von Markus Maurer findet Ihr hier!

 

Die vier Einsatzszenarien

Bei vier der fünf Einsatzszenarien war die Bergrettung mit den fünf Flachgauer Ortsstellen, insbesondere Salzburg und Grödig, hauptbeteiligt:

 

1 - Brand am Untersberplateau

Latschenfeld und Materialseilbahn brennen. Die Gebäude und die Abspannseile der Untersbergseilbahn sind massiv bedroht. Beim Löschversuch erleiden 2-3 Personen eine Ruachgasvergiftung. Eine Person verletzt sich beim Aufstieg zur Seilbahn am Bein. 6 Bergrettter unterstützen die Feuerwehr bei ihrem Einsatz.

 

2 - Verletzte Person im Bereich des Stützensteiges

Zwei Alpinisten werden von einem Unwetter überrascht. Dabei verletzt sich eine Person am Knie. Eine Bergung mit dem Hubschrauber ist vorerst nicht möglich. 12 Bergretter bergen die Verunfallten aus schwierigem Gelände. Der weitere Abtransport findet dann per Hubschrauber statt.

 

3 - Forstunfall am Vorberg des Untersberges

Ein Forstarbeiter wird vom Unwetter überrascht und unter einem Baum eingeklemmt, eine zweite Person unter dem Traktor. Der Unfallort ist nur ungefähr bekannt. Die Bergrettung beginnt mit 10 Mann ihren Einsatz.

 

4 - Fahrzeugabsturz im Bereich des Steinbruchs

Drei Forstarbeiter werden von einem Unwetter überrascht. Während der Rückfahrt rutscht das Fahrzeug vom Weg ab. Zwei Personen sind im Fahrzeug eingeklemmt, eine Person wird herausgeschleudert und liegt in steilem Gelände. Weiters gilt ein Camper als vermisst. Die Bergrettung beginnt mit ihren Suchhunden eine Sucheinsatz.

 

Alles im Griff

Ernst Schörghofer, Ortsstellenleiter von Grödig und sein Stellvertreter Manfred Haas hatten als Einsatzleitung Bergrettung und organisierende Ortsstelle alles im Griff. Eine wichtige Funktion übte auch unser neuer Bezirksleiter Stellvertreter, Sepp Lindenthaler als Verbindungsmann der Bergrettung in der Haupteinsatzzentrale aus.

 

Die Medien

Ein Teilbereich der Übung war das Verhalten bei einem Medienansturm sowie eine Pressekonferenz unter der Anleitung des Landespressebüros. Ein Übertragungswagen des ORF war vor Ort.  Auch Pressevertreter von Tages- und Wochenzeitungen spielten mit. Sie stellten "kritische Fragen" und halfen somit den Einsatzorgansiationen für den "Medialen Ernstfall" besser vorbereitet zu sein.

 

Bundesheer schult Bergretter

Noch vor der "Alarmierung" erhielten drei Salzburger und zwei Grödiger Bergretter Freitag Vormittag  eine "Einschulung  zum Flugretter".  Handzeichen, Sicherheit, Windenbergung alleine und mit Opfer/Retter sowie eine allgemeine Einweisung waren Teil der Schulung am Bundesheerhubschrauber Alouette. Somit waren die Bergretter für Übungs- und Ernstfall gerüstet.

 

Interessierte Beobachter

waren unter anderem Bezirkshauptmann Reinhold Mayer und Landesleiter Balthasar Laireiter sowie die Bürgermeister von Grödig und Anif.

 

Katastrophenreferent Michael Walder vom Flachgau zeigte sich mit dem Ablauf des Großeinsatzes und dem Zusammenspiel der Blaulichtorganisationen sehr zufrieden.

 

Pressestimmen:

salzburg orf.at

salzburg24.at

Salzburger Nachrichten

Landespressebüro

 

Bericht: Claudia Hutticher

Bilder: Lajosch/Maurer/Hutticher

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