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Bezirkssommerübung 2015

Letzten Samstag fand die Sommerübung des Bezirkes Flachgau am Gaisberg statt. Der Schwerpunkt wurde dieses Jahr auf die medizinische Ausbildung gelegt. Die Organisation übernahm die Ortsstelle Salzburg. Bergrettungsfrauen und -männer aus fünf Ortsstellen nahmen daran teil.

Teil 1 / Station1...

Station 2

Station 3

Station 4

Teil 2 / Szenario 1....

Mountainbiker gestürzt

Szenario 2....

Kletterer abgestürzt

Das Ausbildungsteam rund um Ausbildungsleiter Stephan Schmidt bereitete ein zeitlich und inhaltlich perfekt durchgeplantes Konzept mit medizinischem Schwerpunkt vor. Wobei Phase eins aus einem Stationenbetrieb in der Landesleitung bestand und bei Phase zwei reale Einsatzszenarien nahe dem Rundwanderweg Gaisberg geübt wurden.


Teil 1 - Fünfstationen Betrieb

Nach der Begrüßung durch Bezirksleiter Christian Bauer begann um etwa 8:15 Uhr der erste Teil der Übung aufgrund des Schlechtwetters in den Räumlichkeiten der Landesleitung und der Ortsstelle Salzburg.

 

Einweisung in den Übungsablauf, Gruppeneinteilung und Materialausgabe - danach startete auf fünf Stationen verteilt der Übungsbetrieb. Dabei wurde auf eine gute Durchmischung der einzelnen Ortsstellen geachtet. In fünf Kleingruppen wurde jeweils 45 Minuten an den einzelnen Stationen intensiv geübt:

 

Station 1:

Unter der Leitung von Christian Bauer (BL, OS Grödig) und Schmidhuber Sepp (ALS, OS Salzburg) übten die Teilnehmer am Outdoor Kletterturm der Landesleitung Seiltechnik, Mannschaftszug und Seilgeländer.

 

Station 2:

Monika Dankl (OS Salzburg, SanTeam) informierte über Neuheiten bei medizinischen Materalien. Dann übten die Bergretter nach kurzem Vortrag unter ihrer Anweisung das Anlegen von Verbänden und die Versorgung von Frakturen.

 

Station 3:

Ein Gleitschirm und ein darunter baumelnder "Verletzter" mit Hängetrauma auf der Kletterwand der Ortsstelle Salzburg waren die "Zutaten" für Station drei. Unter der Leitung von Beran Michi (OS Grödig, ELS und Flugretter) lösten die Retter die Aufgabe: rasche Bergung und entsprechende medizinische Versorgung. Dazu gab es wertvolle Tipps von Michi zum Verhalten bei Bergungen und in der Zusammenarbeit mit der Flugrettung.

 

Station 4:

Unter der Leitung von Aschauer Andi (OS Salzburg, SanTeam, Arzt i. Ausbildung) wurde stabile Seitenlage und Wiederbelebung an den Reanimationspuppen geübt.


Station 5:

Paul Wilhlem ( OS Grödig, Arzt und Stv. Referat Medizin) brachte den Frauen und Männern die Vorgehensweise bei einem Notfallcheck (Traumatologischer Check, starke Blutungen) näher. Auch der Umgang mit dem Pulsoxymeter und dem BLutdruckmesser wurde geübt.

 

Teil 2 - Einsatzszenarien

Um etwa 12:30 begann am Gaisberg nahe dem Rundwanderweg Phase 2. In zwei Gruppen eingeteilt wurden die zwei Szenarien beübt wobei kein Gruppenwechsel stattfand. Die Einsatzlage wurde den beiden Gruppen jeweils am Sammelpunkt mitgeteilt. Unsere beiden "Verletzten" schminkte Lydia Brandstätter (OS Salzburg, SanTeam)  realitätsgetreu "bleich" und "blutend".

 

Wichtiges Feeback

Viel Augenmerk wurde auf das sofortige Feedback an den Rettungstrupp gelegt. Je Szenario wurde ein Arzt /Arztanwärter (Aschauer / Wilhelm) und ein Sani (Haas / Dankl) zugeteilt. Wobei sich der Sani jeweils direkt beim Verletzten befand, das Verletzungsmuster an die Einsatztruppe bekanntgab und bei der Bergung eine zeitgleiche Rückmeldung an die Mannschaft gab. Die jeweiligen Ärzte gaben direktes Feedback am Rundwanderweg bei Umlagerung und Abtransport.

 

Szenario 1 - Sturz eines Mountainbikers

Etwa 50 Meter unterhalb des Rundwanderweges liegt ein gestürzter Mountainbiker mit Kopfplatzwunde, Brüchen, Schürfwunden, WS Verletzung.

 

Szenario 2 -  Abgestürzter Wanderer

Auf einem Felsabsatz etwa 50 Meter oberhalb des Rundwanderweges liegt ein abgestürzter Wanderer mit Kopfplatzwunde, Brüchen, Schürfwunden, WS Verletzung.

 

Unterschiedliche Szenarien - gleiche Aufgabenstellung

Beide Gruppen hatten die gleiche Aufgabenstellung: Die Erstretter mussten eine Ersteinschätzung, Diagnose, Versorgung, Materialnachforderung und Bergung durchführen sowie den Kontakt zur Einsatzleitung halten. Die Mannschaften waren für den Aufbau eines Seilgeländers - Aufbau Standplatz - Materialnachschub - Vorbereitung Arztassistenz - Umlagerung - Abtransport verantwortlich.

 

Anschließend wurden die beiden "Einsätze" durchbesprochen. Um etwa 15:30 fand dann auf der Zistel wie immer noch ein gemütliches Zusammensein aller Teilnehmer der Bezirskübung statt.

 

Text: Hutticher

Bilder: Haas / Dankl / Hutticher

 

 

 

34 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
39 Einsätze
(2020 aktuell)
1423 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)