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Bergetechniken Online: Trotz Corona üben Bergretter regelmäßig

Am See, im Garten, in der Wohnung - Die Ausrüstung ist gecheckt und vollständig, das Seil am Baum fixiert, das Handy ist griffbereit. Nun noch die QMApp öffnen und es kann losgehen...

Bergrettungstechniken wie etwa Knotenkunde können einfach neben der Frage als Bild(er) angesehen werden. Der Knoten wird gemacht, das fertige Ergebnis als Foto dokumentiert. Sind alle Knoten durchgeübt wird der Fragebogen abgeschlossen und als pdf an den Ausbildungsleiter der Ortsstelle versendet. Dieser kann sehr einfach auf Vollständigkeit und Richtigkeit der geübten Techniken prüfen.

Auf der Liste finden sich zehn Knoten, die zu Üben sind. Wenn es kompliziert wird, helfen Abbildungen aus den Ausbildungsrichtlinien. Und dann gibt es da ja noch für den Notfall die Videos. Ein Foto von jedem fertigen Knoten, ein Knopfdruck - und innerhalb von Sekunden kann der Ausbildungsleiter die richtige Ausführung überprüfen.

Immer mehr Unternehmen und Organsisationen setzen in Zeiten von Corona auf Online Schulungen. Auch die Bergrettung bietet ihren Ehrenamtlichen Ausbildungsinhalte wie etwa Knotenkunde, Seilgeländer, Flaschenzüge auf Basis der offiziellen Ausbildungsrichtlinien im Selbststudium an. Denn - mindestens 25 Ausbildungsstunden jährlich muss ein Bergretter absolvieren um „aktiv“ zu bleiben bzw. um Einsatzbereit zu sein.

„Unabhängig von Ort und Zeit ist es möglich, die speziellen Bergrettungstechniken auch bei den aktuell herrschenden Ausgangsbeschränkungen und ohne Gefahr sich mit Corona anzustecken auf Basis der Ausbildungsrichtlinien der Bergrettung zu üben und vor allem auch nachvollziehbar zu dokumentieren“, hebt Bezirksleiter Roland Schimpke die Vorteile der Methode hervor. “Natürlich ist es kein Ersatz für die üblichen Schulungen der Mannschaft, aber auf jeden Fall eine sinnvolle Ergänzung“, so seine Erfahrung. Auch für Ausbildungsleiter Gerhard Pfluger ist die Online Schulung in der aktuellen Situation sinnvoll.

Aktuell stehen Knotenkunde und Anseil- bzw. Abseilmethoden als Fragebogen zu Verfügung. Weitere Techniken wie etwa Flaschenzüge und Seilgeländer folgen in den kommenden Wochen.

Erstellt wurde die APP von Ortsstellenleiter Jens Reindl in Zusammenarbeit mit dem Bezirksleiter des Flachgaus, Roland Schimpke und dem Ausbildungsleiter der Ortsstelle Salzburg, Stephan Schmidt.

Bilder: Hutticher/Reiter/Kaltner

weiterer Bericht: SN online

339 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
428 Einsätze
(2020 aktuell)
1426 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)