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„BE COOL – STAY SAFE!“ – Sicherheits-Workshops für Kinder und Jugendliche

Die Bergrettung Salzburg veranstaltet ab heuer unter dem Motto „Be Cool – Stay Safe!“ in Zusammenarbeit mit der Alpinpolizei und den Salzburger Schulen Sicherheits-Workshops für Kinder und Jugendliche.

Informiert wird über Risiken und Sicherheitsregeln abseits und auf den Pisten. (Foto: Wolfgang Tafatsch/BR Saalfelden)

Hier Alpinpolizist Sigi Berger beim Vortrag in der Ski-Hauptschule Saalfelden. (Foto: Bernd Tritscher/BR Saalfelden)

Strahlende Gesichter bei einem Tag mit der Bergrettung Grossarl - ein Projekt mit Pongauer Schulen. (Fotos: M. Riedler/BR B-hofen)

Besonderer Mittelpunkt bei diesen Veranstaltungen sind dabei immer die Bergrettungshunde.

„Aufgabe der Bergrettung ist es nicht nur, bei alpinen Unfällen zu helfen, sondern diese schon im Vorhinein zu verhindern“, sagt Estolf Müller, Landesleiter der Bergrettung Salzburg, „deshalb haben wir im vergangenen Jahr Sicherheits-Schulungen entwickelt, die speziell auf Kinder und Jugendliche abgestimmt sind.“ Die Kids sollen auf alpine Gefahren im Sommer wie im Winter hingewiesen werden und mit ihrem Wissen auch auf Erwachsene einwirken, bevor sich diese in Risiko-Situationen begeben. „Das Grundkonzept unserer Schulungen stammt aus Osttirol, wo an den Schulen schon seit einigen Jahren erfolgreich Präventions-Arbeit im alpinen Bereich betrieben wird“, erklärt Müller.

 

Ein erster Probelauf fand im Dezember an der Ski-Hauptschule Saalfelden statt: „Bernd Tritscher von der Bergrettung Saalfelden hat den Workshop gemeinsam mit Alpinpolizisten Sigi Berger, Lehrer Roland Stöggl und Direktor Leonhard Höck organisiert. Alle vier Klassen haben sich daran beteiligt und waren begeistert“, freut sich Müller.

 

Die Workshops bestehen aus einem etwa einstündigen Vortrag von Bergrettung und Alpinpolizei, in dem über die Pistenregeln informiert wird und über die Risiken beim Skifahren im freien Gelände. Anschließend können die Sicherheits-Regeln am Schulgelände oder direkt am Berg gemeinsam angewendet werden: „Wir organisieren entweder an der Schule gemeinsame praktische Übungen wie Pieps-Suche oder Sondieren oder können auch im Skigebiet beim gemeinsamen Skifahren die neuen Erkenntnisse in der Praxis anwenden“, sagt der Jugendkoordinator der Salzburger Bergrettung, Markus Rosskopf.

 

Das Motto „Be Cool – Stay Safe“ soll auch für das Verhalten am Berg maßgeblich sein: „Die Jugendlichen sollen lernen, dass nicht jene Skifahrer cool und lässig sind, die ohne Fachwissen unachtsam Risiken eingehen und sich unnötig in Gefahren begeben, sondern nur jene cool sind, die mit ihrem Wissen kühlen Kopf bewahren, Risiken sinnvoll einschätzen und sich bewusst dagegen entscheiden, ein Wagnis einzugehen“, so Rosskopf.

 

Ein aktuelles Beispiel dafür sei die Bergung von zwei verirrten Skifahrern in der Silvester-Nacht in Bad Gastein: „Wer bei solchen Wetter-Verhältnissen außerhalb der gesicherten Skipisten fährt, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere – die Bad Gasteiner Bergretter haben bei der nächtlichen Bergung unter Lawinengefahr ihr eigenes Leben riskiert“, meint Rosskopf, „deshalb ist es wichtig, schon den jüngsten Wintersportlern zu zeigen, welche Gefahren am Berg lauern, und welche Risiken Sportler vermeiden sollten.“

 

Das Projekt „Be Cool – Stay Safe!“ wurde im „Europäischen Jahr der Freiwilligkeit 2011“ gemeinsam mit dem Landesschulrat Salzburg ins Leben gerufen. Schulen, die sich für einen Sicherheits-Workshop interessieren, können sich beim Jugendkoordinator der Salzburger Bergrettung, Markus Rosskopf, oder beim Landesschulrat melden.

 

Kontakt:
Markus Rosskopf
Bergrettung Salzburg – Jugendkoordinator
Tel. 0650/6231313
E-Mail. jugend@bergrettung-salzburg.at

 

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