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Ausbildungseinheit 07: Rettung im Eis!

Bei Minusgraden übten am Samstag 16 BergretterInnen der Ortsstelle Salzburg mit Pickel, Steigeisen und Seil am Dachsteingletscher. Ziel war die sichere und rasche Anwendung unterschiedlicher Rettungstechniken im Eis.

9.30 Uhr am Dachsteingletscher. Die Sicht ist schlecht. Es stürmt und leichter Schneefall setzt ein. Es ist eisig kalt und die Finger steifgefroren. Trotzdem üben 16 RetterInnn wie jedes Jahr im "ewigen Eis". Für vier der HelferInnen in Orange ist es zugleich die letzte Vorbereitung auf den Eiskurs, dem letzten der vier vorgeschriebenen Ausbildungseinheiten des ÖBRD, Land Salzburg.

Ausbildungsleiter Roland Schimpke teilt die Mannschaft in drei Gruppen. Dann erarbeitet sich jede Gruppe  unter Anleitung von zwei erfahrenen Bergrettern die richtigen Abläufe beim Aufbau der Seilrolle, Selbstseilrolle, des Seilrollenflaschenzuges. Minusgrade und dicke Handschuhe erschweren das Aufprusiken mit Münchhausentechnik über den Gletscherrand. Auch das rasche Legen der Knoten hat bei steifgefrorenen Seilen und Rebschnüren so seine Tücken.

Den zweiten Teil der Ausbildung bildet das richtige Bewegen auf Eis. 45 Grad steil ist die blau glänzende Wand: erst geht es einige Meter in Frontalzackentechnik - den Pickel am Schaft haltend und als "Anker" einsetzend - am Seilgeländer hinunter. Dann ist die Wand zu queren und die letzten Meter sind wieder senkrecht bis zum Fuß der Wand abzusteigen. Im nun etwa 35 Grad steilen Gelände trainieren die 16 BergretterInnen der Ortsstelle Salzburg  den Gebrauch von Pickel und Steigeisen, queren breitbeinig die Wand, steigen auf und wieder ab. Sie setzen dabei alle vertikalen Zacken der Steigeisen auf dem Untergrund auf. Die "Eckensteintechnik" sitzt. Ausbildungsleiter Roland Schimpke ist mit seiner Mannschaft sehr zufrieden.

Text: C. Hutticher, Fotos: C. Hutticher & www.salzburgsberge.at

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