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Ausbildungseinheit 03: Kälte und Zeitdruck am Holzeck

Bei minus 21 Grad Kälte fand am Sonntag auf den Genneralmen die dritte Übung der Ortsstelle in diesem Jahre statt. 21 BergretterInnen nahmen daran teil. „Ziel dieser Übung war es, bei suboptimalen Bedingungen Aufgaben in Eigenverantwortung und unter Zeitdruck zu erledigen um im Ernstfall routiniert und professionell vorzugehen“, so Einsatzleiter Wolfgang Maschits.

Kalt und ungemütlich war es, als am Sonntag um 8 Uhr bei minus 21 Grad elf Mitglieder der Ortsstelle Salzburg vom Parkplatz Lämmerbach zur Diensthütte auf die Genneralmen aufstiegen. Dort waren von einem achtköfpigen Team bereits am Vortag die entsprechenden Vorbereitungen getroffen worden.

 

Anspruchsvoller Parcour

 

Nach kurzer Ablaufbesprechung  in der Diensthütte startete um 9 Uhr 45 das erste Zweierteam. Als Übungsaufgabe galt es, bei eisiger Kälte einen anspruchsvollen Parcours zu bewältigen. So ging es mit Schiern zur Westseite des Holzecks. Hier wurden nach ca. 20 Min. Aufstieg die Skier deponiert um danach mit Steigeisen den ca. 45° steilen Hang gesichert am Seil aufzusteigen. Hierbei konnten die TeilnehmerInnen die geeignete Sicherungsmethode  unter Beaufsichtigung selber wählen.

 

Nach Erreichen des felsdurchsetzten Geländes galt es, nach einer kurzen Querung am Seilgeländer, sich sicher über die Felsabbrüche in den darunterliegenden Hang abzuseilen. Nach Rückkehr zum Skidepot wurden die Steigeisen ausgezogen um wieder mit den Skiern abzufahren.

 

Im  Bereich der Diensthütte wurde dann eine Mehrfachverschüttung simuliert. In möglichst kurzer Zeit mussten die RetterInnen mittels LVS und Sonde die Verschütteten punktgenau orten.

 

In der Mittagspause wärmten Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffeln von Hartl und Rudi zubereitet, den Magen.

 

Vortrag: Erfrierungen

 

Nach dem Essen gab es noch - passend zu den eisigen Temperaturen - einen Vortrag (Medizinisches Modul) über Erfrierungen (Maßnahmen und Vorbeugen), spannend und abwechslungsreich vorgetragen von Dr. Christian Schuschnig.

 

Text: W. Maschits / C. Hutticher

Bilder: St. Schmidt & W. Tautschnig

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