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Auf dem Weg zum fertigen Bergretter

Vom 26. bis 31. Juli fand auf der Passauerhütte der letzte von drei Felskursen 2020 statt. 13 Anwärter nahmen daran teil. Gesamt wurden heuer 46 Anwärter im Fels geschult. Kursleiter Albert Herzog freute sich über das gute Niveau der zukünftigen Bergretter und über die trotz Corona durchgeführten Felskurse.

„Aufgrund der Coronalage und der hohen Teilnehmerzahl war es uns dieses Jahr nicht möglich, den gesamten Felskurs 2 am Riemannhaus abzuhalten. So entschlossen wir uns, den Kurs zu teilen und einen dritten Felskurs für unsere jungen Bergretter Anwärter anzubieten“, weist Kursleiter Albert Herzog auf die ungewöhnlichen und herausfordernden Umstände in diesem Jahr hin.

Was ein Anwärter bei der Bergrettung können muss!

Landesausbildungsleiter Stellvertreter Albert Herzog berichtet über die Kurstage:
Nach einem eineinhalbstündigen Aufstieg mit Gepäck bei teils regnerischem Wetter kamen wir am Samstag durchnässt auf der Passauerhütte an. Am Nachmittag gab es bereits den ersten Vortrag in Erste Hilfe von unserem Landesarzt Dr. Joachim Schiefer. Danach ging es ins Gelände. Dort fand die Überprüfung der Kursteilnehmer beim Klettern, Gehen im Schrofengelände im Auf- und Abstieg und beim Abseilen statt.

Am Montag war Übungstag mit den Themen behelfsmäßige Bergrettungstechnik, Standplatzbau, Sicherungstechniken und Klettern im vierten Schwierigkeitsgrad.

Dienstag fand bei herrlichem Wetter die Ausbildungstour statt. Es wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass sich die jungen Bergretter so selbstständig wie möglich im Gelände und beim Klettern bewegen. Auch Orientierungsübungen und das Lesen von Topos waren Teil der Ausbildung.

Am Mittwoch stand der planmäßige Bergrettungseinsatz am Programm. Zuerst übten die Anwärter die verschiedenen Möglichkeiten der Verankerungen für die jeweilige Bergemethode und anschließend die drei Grundbergungsarten, meist mit Verwendung von Dyneemaseilen:

  • Bergung nach unten mittels KAPPERMETHODE
  • Bergung nach oben mit dem MANNSCHAFTSFLASCHENZUG
  • Bergung aus einer Doline mittels MANNSCHAFTSSEILROLLE

Donnerstag war Prüfungstag. Am Vormittag war für die Anwärter noch Zeit einige Übungen zu wiederholen und letzte Unklarheiten zu beseitigen. Um 14:00 war Prüfungsbeginn, um 17:45 Prüfungsende. Es gab sehr gute Leistungen besonders der Kursteilnehmer, die in den Ortsstellen vorab auf den Kurs vorbereitet wurden. Allerdings wird es auch wieder Nachprüfungen geben.

Bevor wir am Freitag den Abstieg antraten, hat uns Hüttenwirt Michi noch zu einem bayrischen Weißwurstfrühstück eingeladen. Und so konnten wir den Kurs bei schönstem Wetter erfolgreich beenden.

Noch einen Herzlichen Dank an den Hüttenwirt Michael Faber und sein Team, die uns die ganze Woche kulinarisch verwöhnt hatten. Danke auch an die Ausbildner Ingolf, Lukas und Sepp für ihre professionelle und umsichtige Arbeit in dieser Woche.

Bericht und Fotos: Albert Herzog, Kursleiter
Alle Bilder hier!

549 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
628 Einsätze
(2020 aktuell)
1423 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)