Zum Hauptinhalt springen

Abriss Hofmanns-Schutzhütte und Schneeschmelze am „Leitl“

Die bekannte Hofmanns-Schutzhütte im Nationalpark Hohe Tauern steht unmittelbar vor dem Abriss.

Die älteste Hütte des Österreichischen Alpenvereins war früher wichtigster Ausgangspunkt für eine Tour auf den Großglockner. Seit den 1960er Jahren war die Hofmanns-Hütte mehr ein hochgelegenes Gasthaus für Touristen. Nun hat der Alpenverein einen Abbruch-Antrag gestellt.
Vor zehn Jahren wurde der Zugang zur Hofmannshütte, der Gamsgrubenweg, wegen Steinschlages eingetunnelt. Die Touristen von der Franz-Josefs-Höhe wurden abgeschnitten und konnten nicht wie früher in einer Dreiviertelstunde zur Hofmannshütte hinüber spazieren. Seither nagen Wind und Schnee an dem Haus im Sonderschutzgebiet.
Ein Neubau würde 1,5 Millionen Euro kosten
Karl Selden, vom Alpenverein meinte gegenüber dem ORF Kärnten: „Für Bergsteiger ist sie ohne Sinn. Sie wird nicht mehr gebraucht, deshalb sehen wir keinen Sinn darin, sie zu erhalten oder neu aufzubauen, was erforderlich wäre und sehr viel Geld kosten würde. Das wäre nicht verantwortbar.“

Älteste Schutzhütte der Welt
Die Hütte hatte sich noch vor 15 Jahren einer Solaranlage und einer biologischen Kläranlage rühmen dürfen. Vor ein paar Jahren wurde sogar das Dach erneuert. Jetzt muss jedes Stück aus dem Nationalpark gebracht werden.
Der Antrag auf Abbruch der Hofmannshütte liegt jetzt auf dem Tisch des Heiligenbluter Bürgermeisters Sepp Schachner. Dieser meinte übrigens auch gegenüber dem ORF, dass es keinen Neubau geben werde, denn das sei im Sonderschutzgebiet der ‚Gamsgruabn‘ einfach nicht möglich.

 

Ein ORF-Bericht zum geplanten Abriss hier...

Achtung Schneeschmelze am "Leitl"

Die hohen Temperaturen haben am Großglockner das sogenannte "Leitl" zur stark schmelzenden Firnflanke gemacht. Dazu kommt eine vermehrt Steinschlaggefahr!

Bei der Besteigung des Großglockners wird hier dringend zum Tragen eines Helmes geraten!


Das Leitl über der Adlersruhe in 3.400 Metern Seehöhe verliert täglich zehn Zentimeter an Stärke.
Wenn am Leitl Schnee liegt, ist die Passage leicht zu schaffen. Anders, wenn das Eis blank ist und Steine, die aus der Wand darüber brechen und es schwarz färben: dann ist die Gefahr, über das bis zu 40 Grad steile Feld abzurutschen, für ganze Seilschaften deutlich größer.

 

Alle Bilder: Sepp Schiefer

 

Weiterer Berichte hier:


Link ORF Kärnten

 

 

363 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
455 Einsätze
(2020 aktuell)
1428 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)