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Bergrettung
 

@all!

Herzlichen Dank für eure Rückmeldungen, Anregungen und Gedanken zum Thema!

Nun liegt der erste Schnee auf den Eisenwegen und somit hat es unser Thema sprichwörtlich eingeschneit, quasi auf Eis gelegt. Schnee schmilzt, Eis taut und  spätestens ab dem Frühjahr sind wir wieder voll dabei und beschäftigen uns wieder mit der Materie.
Voll dabei auch wieder die Berg- und Flugrettung. Wie oft die Bergrettung der umliegenden Ortsstellen Richtung Jodler aufbricht, weiß ich nicht. Die Flugrettung verzeichnet im Saisondurchschnitt jedoch 5 Einsätze.
Von der Erschöpfung bis zum Beinbruch ist alles dabei. Auffallend über all die Jahre sind die Einsätze an der "Adrenalin bringenden Stelle" Flying Fox. Das Verletzungsmuster dort ist immer dasselbe: unkontrolliertes Auftreffen durch Ver/Eindrehen auf der gegenüberliegenden Wandseite. Von durchschnittlich fünf Einsätzen werden drei an dieser Stelle geflogen. Warum diese Gefahrenstelle nicht entschärft wird, ist mir unverständlich. Ein Seilsteg würde doch auch reichen…

Unverständlich bis grob fahrlässig auch diese Begebenheit:
Am 17.09. kommt ein Oberösterreicher in ein Sportfachgeschäft in Eugendorf und kauf sich für die Begehung des Drachenwandsteiges bei Mondsee eine Klettersteigausrüstung. Seine Patschen tun’s noch; Helm und Gurt sind schnell angepasst, ach ja Klettersteighandschuh gehören auch dazu - damit an den Händen nix passiert. Und das Wichtigste? Das Klettersteigset? Da hackt’s derzeit ein bisserl, weil keines verfügbar…..aber 2 lange Bandschlingen mit 2 HMS Karabinern tun’s schon für die Drachenwand - ist ja bloß Schwierigkeit C mit D Stellen - so der offensichtlich inkompetente wie unwissende Beratungsprofi! (PS: den Falldämpfer eines Y-Systems braucht man wahrscheinlich erst ab Schwierigkeit Y - oder was?) Während der Tour wurde der Öberösterreicher auf die Gefahren seiner Ausrüstung aufmerksam gemacht. Sein scherzender Kommentar: „Und warum sagst mir das mitten in der Wand und nicht erst am Gipfel?“

Über die Gefahren einer solchen Sicherungsmethode aus dem Jahre Schnee brauchen wir hier nicht zu diskutieren….Wäre grad so, als würde der Sicherheitsgut im Auto nicht fix mit der Karosserie verschraubt, sondern nur an der Verkleidung angeklebt und hin gepappt….. Allzeit gute Fahrt und sturzfreies Steigen…

Liebe Grüße von 
Sepp Schiefer

PS der Redaktion:
Die Diskussion zum Thema reißt aber trotz Neuschneemengen und der plötzlichen Skitouren-Perspektive (1 Meter Arthurhaus) nicht ab...;)