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Bergrettung
 
 

Hochkönig via Mitterfeldalm

Auf den Hochkönig führen mehrere Wege. Die Standardroute über die Mitterfeldalm (4-6 Stunden) im Folgenden hier:

Die Tour beginnt am Parkplatz des Arthurhauses (1500m) und führt weiter zu Mitterfeldalm.
Von dort auf dem gut markierten Weg an der Mitterfeldalm (1680 m)vorbei und in einem weiten Linksbogen um die östlichen Ausläufer der Mandlwände in das untere Ochsenkar (1800 m). Der schmale, steile und steinige Weg führt an der mächtigen Torsäule vorbei in das obere Ochsenkar (ca. 2300 m). Im oberen Ochsenkar wird der Weg kurz etwas flacher und dort ist auch eine Quelle markiert.
Weiter geht es auf dem noch steinigeren aber gut markierten Schartensteig über den "Kniebeisser" (2600 m) zur Schrammbachscharte.
Über einige (mögliche) Firnfelder erreicht man nach einem kurzen Abstieg die "Übergossene Alm", den nördlichsten Gletscher der Alpen (2700 m). Leider wird auch dieser Gletscher von Jahr zu Jahr sichtbar kleiner und es bilden sich immer mehr (kleine) Gletscherseen.

Der Weg auf dem relativ flachen Gletscher ist durch Stangen markiert - gute Sichtverhältnisse sind auf diesem Hochplateau jedoch unbedingt erforderlich.

Das Matrashaus (2941 m) ist nun bereits in Sichtweite, aber es kann noch ein bis zwei Stunden (je nach Kondition) dauern, bis dieses Ziel erreicht ist. Der letzte Anstieg auf den Gipfel erfolgt unschwierig über eine mit Stahlseilen sehr gut versicherte Eisenleiter.

Aufgrund des doch recht langen Anstiegs empfiehlt es sich – zumindest für weniger geübte Bergsteiger - auf dem Matrashaus zu nächtigen und erst am darauffolgenden Tag wieder abzusteigen (Reservierung notwendig!!). Der Sonnenuntergang und der Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Hochkönigs sind ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Der Abstieg erfolgt wie der Anstieg!

„Dieser Anstieg zum Hochkönig ist super markiert, so dass man bei Schönwetter keine Orientierungs-Probleme bekommen kann“, meint Christoph Mitterer. Aber vergessen Sie nicht: „Trotzdem ist das Wetter am Hochkönig oft sehr wechselhaft, schnell ziehen hier Nebel und Wolken auf und das Wetter ändert sich oft rapide“.
 
Bei Nebel oder Schlechtwetter ist am Hochkönig Vorsicht geboten, die Sicht kann dann gleich mal gegen Null gehen und die Orientierung schwierig werden!!
 
Als Christoph Mitterer die Tour zum Hochkönig ging, begegnete er auch der Homepage Redakteurin Maria Riedler und die beiden waren sich (leider) aufgrund ihrer Beobachtungen einig: Mindestens ein Rettungseinsatz wird heute noch am Hochkönig nötig sein!
Zum Glück war noch einige Zeit gutes Flugwetter und so konnten tatsächlich Wanderer vom Hochkönig per Hubschrauber geborgen werden. Denn wie wir beobachten mussten: An diesem Tag waren sehr schlecht ausgerüstete Wanderer mit Sandalen, Turnschuhen und zum Teil erschreckend schlechter Kondition in diesem hochalpinen Gelände unterwegs! Viele Bergsteiger nehmen auch viel zu wenig Flüssigkeit auf diesem weiten Anstieg mit! Wir trafen auch auf Bergsteiger, die ohne Rucksack unterwegs waren...
 

Anfahrt

Von Salzburg nach Bischofshofen. Von hier nach Mühlbach am Hochkönig. Am Ortsanfang rechts abbiegen und der Straße bis zum Arthurhaus folgen. Der Parkplatz ist gebührenpflichtig (3,50 Euro bekommt man aber nach einer Konsumation zurück).
 
Stützpunkte
Arthurhaus, Mitterfeldalm, Matrashaus

Kartenmaterial
AV-Karte Hochkönig/Hagengebirge 10/2
 
Ausrüstung
Bergschuhe und Wanderausrüstung (Erste Hilfe, Regenschutz, ...)

BR-Notruf: 140
 
Eine schöne Zeit am Hochkönig, wünschen Christoph Mitterer und Maria Riedler!

Mögliche weitere Anstiege zum Matrashaus hier klicken... 

Tipps für Ihre Tourenplanung...



Foto und Text:
Mitterer und Riedler/Bergrettung Salzburg