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Bergrettung
 
 

Lebend aus der Lawine...

Wenn es doch passiert, erinnern Sie sich an diese Zeilen.

Grundsatz: Die Zerstörungskraft von Schneebrettern und Lawinen wird oft unterschätzt. Geraten Sie NIE in diese monströsen Naturgewalten! Tun Sie alles, um solche Unfälle zu vermeiden!

Nur selten gelingt es, durch schnelle Reaktion und Schussfahrt aus dem Gefahrenbereich zu kommen, wenn ein ganzer Hang wegbricht. Voraussetzungen:

  • Frühzeitiges Spüren des Abganges während des Skifahrens. Eigener Stillstand führt oft zur Verschüttung.
  • Gutes Können beim Skifahren, sicheres Fortbewegen unter Stress und hoher Geschwindigkeit.
  • Bei Sturz, falls wenig Zeit: Raus aus den Bindungen, Fangriemen und Skistöcke weg! Kämpfen Sie gegen die Lawine! Wehren Sie sich gegen das Hinuntergezogenwerden!
  • Hände vor das Gesicht, wenn Sie merken, dass die Lawine langsamer wird. Freiraum schaffen vor dem Mund für eine Atemhöhle.
  • Kraft sparen. Wer nicht beim ersten Versuch die Schneedecke durchstossen kann: Weitere Versuche sind zwecklos und kosten wertvolle Atemluft.

Wie überlebt man? Was kann die Gruppe tun?

  • Keine lebensgefährlichen Verletzungen.
  • Ruhe bewahren um jeden Preis. Hoffen! Bevor die Bergretter kommen, werden Sie vielleicht schon von ihren Begleitern mit dem Pieps (VS-Gerät) gefunden. Und wir haben schon Leute lebend rausgeholt, die fast eine Stunde verschüttet waren. Sie berichten über gewaltigen Schneedruck, der den ganzen Körper, Mund und Augen quält. Dennoch bleiben einige Chancen.
  • Kleine Atemhöhle, Hände vor`s Gesicht – das geht nur ohne Stockschlaufen beim Abgang.
  • Begleiter müssen rasch handeln, über VS-Geräte verfügen und diese gut handhaben können. Immer wieder praktisch im Schnee üben! Schaufeln und Sonden sollten in der Gruppe vorhanden sein.
  • Ski: Völlig ungeeignet zum Graben.
  • Schreien, wenn die Retter direkt über Ihnen sind. Dann mit ganzer Kraft.