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Bergrettung
 
 

Frühsommertouren

Leider ein Negativbeispiel
einer Frühsommertour
(Foto: Klaus Wagenbichler)
Foto: Wolfgang Rohrmoser

Anstiege auf Hütten und Gipfel sind zum Teil schon schneefrei. Oberhalb von 2000m liegt jedoch in Mulden und besonders schattseitig noch überraschend viel Schnee, der sich noch nicht zum tragfähigen „Sommerschnee“ (Altschnee) umgewandelt hat.

 

Gefahr Abgleitens
Bei entsprechend tiefen Temperaturen wird die Schneeoberfläche eisig und glatt. Hier besteht die Gefahr des Ausgleitens und Abrutschen. Eine der Hauptursachen vieler Alpinunfälle.

Kann das Abrutschen bereits zu unangenehmsten Verletzungen (tiefgehende Abschürfungen) führen, so ist der Aufprall auf Felsen, Felsblöcke am Ende von Schneefeldern meist mit schwerwiegenden Verletzungen verbunden.

 

Ausrüstung wichtig!
Die Gefahr kann durch entsprechendes Schuhwerk (harte, steife Sohle), im Extremfall die Benutzung von Steigeisen/Pickel sowie richtig Gehtechnik und richtiges Verhalten beim Sturz reduziert werden.

Besonders am Rand von Schneefeldern und im Bereich von eingelagerten Felsen besteht die Gefahr einzubrechen. Hier ist die Schneedecke durch die Erwärmung/Rückstrahlung der Felsen dünner und damit weniger tragfähig. Sprünge in und auf dem Schneefeld sollte man tunlichst unterlassen.  Vorausschauendes, vorsichtiges Bewegen kann Verletzungen verhindern.

 

Angemessene Bekleidung und Schutz
Auch wenn die sommerlichen Temperaturen verlockend sind, beim Begehen von Schneefeldern ist lange Bekleidung (Hose und Hemdärmel) anzuraten. Schneekristalle sind „rasiermesserscharf“, der Schnee ist verunreinigt und Infektionen, langwierige und schmerzhafte Heilungsprozesse sind die Folge.

Schnee reflektiert die Sonnenstrahlung, entsprechender Sonnenschutz (Sonnencreme, Sonnenbrillen…..) sind ein unbedingtes „Muss“ beim Begehen von größeren Schneefeldern.

 


Klaus Wagenbichler, LL-Stv., Ausbilder, Bergführer

 

Anbei ein neues lehrreiches Video zum Thema!