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Bergrettung
 
 

FAQs - oft gestellte Fragen an die Bergrettung!

Wieso muss ich den Einsatz bezahlen? Das sind doch ehrenamtlich Tätige? Was passiert mit dem Geld? Diese und noch viele andere Fragen werden immer wieder an unsere Bergretter gestellt. Einige der Antworten finden Sie hier:

 

Bekommt der Verunfallte eine Rechnung von der Bergrettung?
Die Bergrettung stellt für die Einsätze eine Kostennote an den Verunfallten oder in Not geratenen. Eine Fördermitgliedschaft bei der Bergrettung, Mitgliedschaft bei alpinen Vereinen oder Zusatzversicherungen bei Kreditkarten, Automobilclubs oder der Versicherungsgesellschaft decken die Bergungskosten ab. Dieses Geld wird in erster Linie für Material- und Ausbildungskosten aufgewendet.


Auch von an der Bergung beteiligten anderen Organisationen, wie Rettung, ÖAMTC (Hubschrauber) oder Feuerwehr werden Kostennoten an den Patienten gestellt. Sich zu versichern zahlt sich auf jeden Fall aus, vor allem, wenn man viel im unwegsamen Gelände unterwegs ist.


Wie funktioniert die Bergungskosten-Vorsorge für 24 Euro im Jahr?

Bei Unfällen im alpinen Gelände übernimmt die Sozialversicherung keine Bergungskosten. Mit einem Fördererbeitrag von mindestens 24 Euro jährlich wird man außerordentliches Mitglied der Bergrettung. Die Generali-Versicherung übernimmt im Notfall anfallende Such- und Bergungskosten. Diese Vereinbarung gilt für die gesamte Familie beziehungsweise Lebensgefährtin oder Lebensgefährten und auch Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr im gemeinsamen Haushalt des Förderers. Die Bergungskosten-Vorsorge gilt weltweit und beinhaltet Boden- und Flugrettung aus Berg- und Wassernot bis zu einem Höchstbetrag von Euro 15.000,–. Inkludiert sind auch Hilfeleistungen nach Pistenunfällen oder bei Flugsportarten wie Paragliding.
Mehr Infos: http://www.bergrettung-salzburg.at/foerderer-werden/

 

Was verdient ein Bergretter?

Die Bergrettung in Österreich besteht zum Großteil aus freiwilligem Engagement. In Salzburg beträgt der Anteil 99,82 Prozent. Vom aktiven Bergretter in der Ortsstelle bis zum Präsidenten des Bundesverbandes arbeiten alle Mitglieder und Funktionäre ehrenamtlich. Der Bergretter erhält also für seine Arbeit kein Geld. Es gibt in der Landesorganisation nur dreieinhalb Angestellte, die sich um organisatorische und administrative Angelegenheiten kümmern. Die Bergrettung hat in Salzburg mit 1.1.2017 genau 1.967 Männer und Frauen – davon 1361 aktiv im Einsatz -  in 43 Ortsstellen und österreichweit mehr als 12.500 Retter, die sich auf 291 Ortsstellen in sieben Landesleitungen (Vorarlberg, Tirol, Kärnten, Salzburg, Steiermark, Oberösterreich und Niederösterreich/Wien) aufteilen.

 

Ist die Bergrettung eine Firma, ein Verein oder was?

Der alpine Rettungsdienst ist in Österreich in Vereinen der sieben Landesleitungen organisiert. Die 7 Landesleitung sind unabhängig und bilden gemeinsam den Bundesverband des Österreichischen Bergrettungsdienstes (ÖBRD). In ganz Österreich versehen insgesamt mehr als 12.500 Bergretterinnen und Bergretter in 291 Ortsstellen ihren Dienst am Wohle der Gemeinschaft. Die Aufgabe der Bergrettung ist es, im unwegsamen, alpinen Gelände Verunglückten, Vermissten oder sonst in Not geratenen Personen Hilfe zu leisten.

 
Wie finanziert sich die Bergrettung?
Die Finanzierung des ehrenamtlichen Bergrettungsdienstes steht auf vier Säulen:

  • 40 % öffentliche Hand
  • 40 % Förderer
  • 20 % Bergekosten, Sponsoren und Spenden

Die Bergrettung Salzburg finanziert sich zu 40 Prozent über Mitgliedsbeiträge der Förderer. Diese vielen kleinen Beträge stellen unsere Handlungsfähigkeit sicher. Auf diese Weise bezeugen viele Österreicher ihre ideelle Verbundenheit mit dem ÖBRD und zeigen ihre Wertschätzung unserer Arbeit. 10% entfallen auf private Spender und Sponsoren aus der Wirtschaft. Zudem erhält die Rettungsorganisation Förderungen von der Landesregierung.

 

Als vierte Säule stellt die Verrechnung der Einsätze die veränderlichste Variable dar. 2016 waren die ehrenamtlichen Salzburger Bergretter insgesamt mehr als 7.660 unbezahlte Stunden im Einsatz. 575mal - das heißt durchschnittlich fast zweimal pro Tag - rückten Ortsstellen aus um 549 Verunfallte aus teilweise lebensbedrohlichen Situationen zu retten.

 

Von den etwa 113.000 ehrenamtlichen Stunden, die Bergretter pro Jahr in Salzburg leisten, verrechnet die Bergrettung weniger als 6%. Die große Zahl an Stunden für Ausbildung, Schulungen, Übungen, Dienste, Sitzungen, administrative Aufgaben scheinen in keiner Rechnung auf.

 

Was passiert mit dem Geld?

Finanziert wird mit dem Geld unter anderem die Ausbildung und die Versicherung der Männer und Frauen im Bergrettungsdienst sowie Material für Einsätze und Übungen. Die persönliche Ausrüstung wie Klettergurt, Schi und Helm oder Kleidung wird von den Bergrettern zu einem großen Teil selbst finanziert. Einige Ortsstellen subventionieren ihre Mitglieder beim Kauf von Ausrüstung, teilweise gibt es Bekleidungs- und Ausrüstungsaktionen oder Zuschüsse von den Landesleitungen.

 

Obwohl Bergretterinnen und Bergretter ihre Freizeit fürs Ehrenamt aufwenden und keinen Euro als Person bezahlt bekommen, benötigt die Organisation trotzdem viel Geld zur Bewältigung der Aufgaben. Über 50 Fahrzeuge und Anhänger und 43 Zentralen, Spezialgeräte, Material, Quartier und Verpflegung bei Kursen stellen die Handlungsfähigkeit der alpinen Rettungstruppe sicher.

 

Wir danken allen unseren Förderern und Unterstützern!

Die Salzburger Bergrettungsfrauen und -männer