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Bergrettung
 
 

Einmal zur Ama Dablam ( 6812m) und zurück

Die Ama Dablam (Sanskrit: „Mutter und ihre Halskette“) ist ein 6856 Meter hoher Berg in der Khumbu-Region des Himalaya. Der Berg wird auch als „Matterhorn Nepals“ bezeichnet und gilt als einer der schönsten Berge der Erde – zumindest ist die Ama Dablam eine alpinistische Herausforderung.
Die Ama Dablam besitzt einen kleineren Nebengipfel, der 5563 m hoch ist.
Man könnte sagen, dass dieser Berg ein „Wahrzeichen" des Everest-Gebietes ist, ein eindrucksvoller Eis- und Felsturm von Weltruf!



Im Herbst 2008 waren zwei Bergrettungskameraden der Ortsstelle Neukirchen, Gunther Unterwurzacher und Georg Leithner, beides auch Bergführer, gemeinsam mit einer 13- köpfigen Gruppe in Nepal unterwegs. Aus Maria Alm war Scheiber Ernst, Meschik Ernst (Ortsstelle Saalfelden) und Loipold Josef aus Piesendorf mit dabei.

Hier ein kurzer Reisebericht von Georg:

Mit viel Gepäck und einer gehörigen Portion Spannung (was erwartet uns), begann eine lange und anstrengende Reise von München aus über Frankfurt nach Katmandu, der Hauptstadt von Nepal.
Tags darauf ging es früh morgens in einem einstündigen Flug, mit einer Platus Porter weiter bis Lukla, dem letzten Ort mit Verkehrsverbindung außerhalb des Sagamartha Nationalparks.
Während der nächsten Tage unserer Akklimatisation kamen wir durch Namche Bazar 3440 m, Tengboche 3860 m, Periche 4280 m (erste Gipfeltour auf 5083 Meter auf den Nagartsang Peak), bis Lobuche 4940 m. Von dort bis zum Kala Patthar 5650 m, einem schönen Aussichtberg im Schatten des Mt. Everest. In dieser Zeit wird einem erst bewusst wie groß hier alles ist.



Weiter ging’s über Chhukhung 4750 m zum Basecamp des Island Peak 6165 m, diesen erreichten acht der 13 Teilnehmer unseres Teams.

Nach der Teilung in zwei Gruppen trennten sich unsere Wege: Die Trekking Gruppe erkundete in vier Tagen das Gokyotal und bestieg dabei den Gokyo Ree 5357 m, und wanderte dann zu uns ins Basislager.
                    
Wir, das waren Meschik Ernst und Scheiber Ernst aus Maria Alm, Loipold Sepp aus Piesendorf, Gunther Unterwurzacher und Georg Leithner, richteten unser Basecamp an der Ama Dablam 6812m ein und bereiteten uns auf die Besteigung vor.
Nach einem anstrengenden Marsch ins Lager I auf ca. 5600 m, wo wir alle gemeinsam eine Nacht verbrachten, ging es tags darauf für Gunther und mich in Richtung Gipfel. Wir kletterten über teils senkrechte Felspassagen und Eisstellen entlang des sehr schroffen SW – Grates die 1250 Hm bis zum Gipfel 6812 m empor. Dies gelang uns bei besten Verhältnissen und optimalem Wetter, mit recht angenehmer Temperatur von ca. 0 -10° minus in sieben Stunden. Nach einer ½ stündigen Rast, mit einem einzigartigen Blick zum Lothse und Everest und den übrigen 7000 und 8000ern der Umgebung, begaben wir uns auf den Rückweg zum Lager I, wo wir eine weitere Nacht verbrachten. Unsere drei Kameraden stiegen am selben Tag bis zum Lager II auf, von wo sie am nächsten Tag aus den Gipfel bestiegen.



Nach dem geglückten Abstieg ins Basecamp 4560m, wurde natürlich der Gipfelsieg gehörig gefeiert.
Gemeinsam mit der Trekkinggruppe, die uns im Camp abholten bestritten wir den Rückmarsch zurück bis Lukla, Rückflug nach Katmandu.
Nach einem Kultur- und Erholungstag in der Hauptstadt traten wir dann die Heimreise nach München an.  
                                             
Leithner Georg und Unterwurzacher Gunter

Bildgalerie Ernst Meschik