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Erfrierungen

Es muss ja nicht gleich eine Bergtour im Himalaya sein. Die sprichwörtliche rote Nase nach einem Winterspaziergang kennt fast jeder. Erfrierungen kann man sich im Winter überall holen, bei hoher Luftfeuchtigkeit und Frost schon bei einer Temperatur von +6°.
 
Erfrierungen sind örtliche Gewebeschädigungen infolge einer durch Kälte und Nässe oder Wind verursachten Durchblutungsstörung. Durch die Kälte wird die Blutzufuhr in das betroffene Gewebe gedrosselt. Besonders gefährdet sind Körperstellen, die wenig Schutz durch Muskulatur und Gewebe haben, also Zehen, Finger, Wangen, Nase und Ohren, oder Körperstellen, die von zu enger Bekleidung - z.B. Schuhen - umgeben sind.
 
Zu erkennen sind Erfrierungen anfangs durch Schmerzen, Gefühllosigkeit und Blässe. Es kommt zu einer blauroten Verfärbung. Dies sind die typischen Merkmale einer oberflächlichen Erfrierung. Bei tiefergehenden Erfrierungen bilden sich Blasen, die Haut verfärbt sich weiß bis graublau. Die betroffenen Körperteile sind in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt, bei Berührungen empfindungslos und schmerzen stark. Stirbt das Gewebe ab, drohen bleibende Schäden.
 
Bei starken Erfrierungen sind zunächst beengende Kleidungsstücke zu öffnen. Den betroffenen Körperteil mit einem keimfreien Verband abdecken. Warme, gezuckerte Getränke verabreichen und den Körper durch zusätzliche Kleidung oder Decken erwärmen. Danach einen Arzt oder Krankenhaus aufsuchen. Keinesfalls die erfrorenen Körperteile direkt erwärmen, diese dürfen auch nicht mit Schnee eingerieben oder frottiert werden.
 
Die beste Therapie gegen Erfrierungen ist aber die Prävention. Skifahrer, Tourengeher oder Bergsteiger sollten auf eine qualitativ hochwertige Ausrüstung setzen, z.B. zwei Paar Handschuhe übereinander anziehen.