Facebook Logo Youtube Logo
Bergrettungslogo

Bergrettung
 

Blitzschlag

Im Spätsommer sind Gewitter häufig und damit steigt auch die Gefahr, vom Blitz getroffen zu werden; weltweit sind es jedes Jahr rund 2.000 Menschen. Es kommt auf das richtige Verhalten während eines Gewitters an, das bedeutet, dass viele Blitzopfer überlebt hätten oder schwere Verletzungen vermeiden hätten können, wenn sie rechtzeitig Schutz gesucht hätten.

Vergehen zwischen Blitz und Donner weniger als zehn Sekunden, dann ist ein Gewitter gefährlich nahe. Gewitter stellen im Gebirge ohnehin eine wesentlich größere Gefahr durch die Nähe zur Wolkenuntergrenze dar. Viele Blitze, die im Tiefland den Boden gar nicht erreichen, erreichen ihn im Gebirge sehr wohl, was zu häufigeren Blitzeinschlägen führt.

Wer in der freien Natur von einem Gewitter überrascht wird, der muss besonders gefährliche Punkte unbedingt meiden. Einzeln stehende Bäume und Baumgruppen, Waldränder mit hohen Bäumen, Klettersteige (Leitern, Stahlseil), Berggrate oder Gipfel sind bei Gewittern keine besonders gut geeigneten Aufenthaltsorte. Schutz im freien Gelände bietet demnach eine Mulde, ein Hohlweg oder eine Höhle. Auch das Innere eines Waldes ist relativ sicher, wenn dort nicht gerade besonders hohe Bäume stehen. Im ebenen Gelände hockt man sich am besten auf den Boden, und zwar so, dass die Füsse ganz nahe beieinander stehen.

Vermeiden Sie den Kontakt mit feuchten Felswänden. Berühren Sie auf keinen Fall Leitern und Metallteile (z.B. entlang gesicherter Klettersteige). Eine Höhle kann guten Schutz bieten. Warten Sie mit dem Weitergehen in jedem Fall bis das Gewitter abgezogen ist.

Nur etwa die Hälfte der Opfer überlebt einen Blitzschlag. Atem-Kreislauf-Stillstand und Schock sind die möglichen Folgen. Wenn notwendig, muss daher sofort mit Herzdruckmassage, Beatmung oder Schockbekämpfung begonnen werden.