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Bergrettung
 

Geschichte

1906 fanden sich in Mühlbach (vor allem durch den ansteigenden Bergtourismus rund um den Hochkönig, und auch den damit verbundenen vermehrten Unfällen) eine Gruppe von Bergführern, Hochkönigträgern und Mitterberger Knappen zu einer Rettungsgesellschaft zusammen, die 1907 ein offizieller Verein - der „alpine Rettungsverein Mühlbach“ – wurde. Der erste Obmann war der Markscheider des Kupferbergbaues, Konrad Pacher. Zu seinem Stellvertreter wurde Karl Vogel gewählt.
Das erste Jahrzehnt war vor allem durch die rasante Entwicklung im Schisport geprägt, die den Mitterberg auch im 1. Weltkrieg zum Ausbildungsort für die K & K Schiausbildung machte. 1916 passierte am Arthurhaus das größte Lawinenunglück der Ostalpen, bei dem 58 Soldaten ums Leben kamen und über 70 Soldaten schwer verletzt wurden.

Der Schisport brachte Mühlbach und einem Bergrettungsmitglied jedoch auch positiven Weltruhm ein. „Buwi Bradl“ war 1936 der erste Mensch der die 100-Meter Marke im Schispringen übersprang. Er löste damit einen weiteren Schi-, Berg- und Kletterboom aus, dem leider – unter anderen – auch der Vater von Buwi, Sepp Bradl, ebenfalls ein Mitglied der Bergrettung, zum Opfer fielen.

Kurz danach wurde die Mühlbacher Bergrettung in die deutsche Bergwacht eingegliedert und so gut wie alle Mitglieder wurden, vor allem durch ihre alpine Erfahrung, zu Spezialisten in bergigem Kampfgebiet des 2. Weltkrieges. Die noch zu Hause verbliebenen 15- bis 17-Jährigen wurden als letzte Reserve in die Ortsstelle aufgenommen und so weit es möglich war, alpin ausgebildet.

Nach dem 2. Weltkrieg dachte, vor allem aufgrund der elementaren Not, niemand ans Bergsteigen, erst nach Jahren wurde erst wieder mit dem notdürftigsten Material geklettert. Und so drängte sich die Bergrettung wieder auf. Adi Sallaberger. Der damalige Ortsstellenleiter von Bischofshofen, übernahm die Ausbildung in alpiner Rettungstechnik und Peter Radacher sen. wurde zum Leiter der „gehobenen Meldestelle Arthurhaus“. Ab 1957 wurde Mühlbach wieder zur eigenständigen Ortsstelle mit 30 Bergrettern.

Am 23. April 1973 kam ein Mitglied unserer Ortstelle, Sepp Plenk jun. mit drei Kleinarler Freunden auf der Ennskraxn unter eine Lawine. Die Mühlbacher Einsatzgruppe, die sich an der Suche nach dem Verschütteten beteiligte, konnte unseren Kameraden nur mehr tot ins Tal bringen.

Im Zuge des Neubaus der Feuerwehrzeugstätte erhielten wir von der Gemeinde einen kleinen Geräteraum. Die Stilllegung des Bergbaus im Jahre 1977 brachte einen gewissen Rückschlag, da viele aktive Mitglieder der Ortsstelle ihre Arbeitsplätze nun außerhalb Mühlbachs suchen mussten und abwanderten. 1957 übernahm Johann Klausner-Stepan die Leitung der Ortsstelle und übergab diese 1977 an Peter Neureiter, der bis 1980 als Ortsstellenleiter tätig war. Der nächste Ortsstellenleiter war in den Jahren von 1980 bis 1987 Sepp Fritz. Es gelang in dieser Zeit den Stand der aktiven Mitglieder mit nachkommender Jugend wieder auf 25 Mann aufzustocken. 1987 übernahm Siggi Plenk die Ortsstelle und gab diese 1993 an Walter Haggenmüller weiter im Jahr 2008 übernahm Knöpfler Thomas die Ortsstelle. Im Jahre 2003 bekamen wir einen Schulungsraum im Keller des neu erbauten Seniorenwohnheims.