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Bergrettung
 
 

Historische Einsätze

Seit der Gründung der Bergrettungsortsstelle Unken sind eine große Anzahl von Einsätzen und Bergungen zu verzeichnen. Viele Einsätze fanden ein glückliches Ende, viele Verunglückte konnten jedoch nur mehr tot geborgen werden. Neben vielen in der Stille der Hilfsbereitschaft vergessenen Ausrückungen bleiben doch einige, meist tragische Fälle, zu erwähnen:

 

In der Scharte zwischen mittlerem und kleinem Bruder steht direkt am Einstieg zur Kletterroute "Bruderüberschreitung" ein mahnendes Marterl für einen Verunglückten. Dieser Bergunfall war noch kurz vor der Gründung der Bergrettung Unken.

 

Nach einem Wettersturz mit Schneefall bis ins Tal sind am 10. Juli 1954 Hans Herbst und Adi Sturm mit Schier auf die Reiteralm gegangen, um zwei sommerlich gekleidete Gäste aus Unken mit warmen Kleidern zu versorgen und sie ins Tal zu bringen. Auf der Reiteralm mußte den zwei deutschen Gästen erst das Gehen mit den Schiern gelernt werden!

 

Beim Versuch, die Häuselhorn-Südseite im Winter erstmals zu durchsteigen, stürzten die Freunde Walter Mader und Walter Kedera ab. Nach einer großangelegten Suchaktion wurden sie am 28. Dezember 1957 tot geborgen.

 

Am 26. August 1951 steigt die gebürtige Wienerin Hilda Wawrik mit ihrem Sohn vom Roßkar kommend über den Steinbachgraben ab. Beide haben sich in der Zeit verschätzt und sind in den ersten Abendstunden noch in ein Gewitter gekommen. Im Licht der Blitze versuchen sie sich zu orientieren, dabei stürzt die Mutter in einen Graben. Der verzweifelte Sohn stürzt bei seiner Wegsuche in den nächsten Graben. Beide liegen schwerverletzt auf Rufweite auseinander. In den ersten Morgenstunden des folgenden Tages stirbt die Stimme der Mutter. Der schwerverletzte Sohn schleppt sich bis zum Zollamt Steinpaß. Vom Zollamt aus wird die Bergrettung verständigt, diese holt mit dem Pferdefuhrwerk des Hans Fuchs, Ederbauer, die verunglückte Frau im Steinbachgraben. Bei der Rückkehr der Bergungsmannschaft lenkt Dr. Schlederer die Zöllner mit einer Unfallschilderung ab, Hans Fuchs fährt mit seinem Pferdefuhrwerk ohne anzuhalten mit der toten Frau über die Grenze...

 

Ein Sommergast stürzt am 25. 5. 1963 vom Achhorn ab. Einem zweiten gelingt der Rückzug aus dem Achhorngraben und dieser meldet den Unfall. Die Bergrettung kann den Abgestürzten nur noch tot bergen. Der Verunglückte wurde an einer Stange befestigt und auf den Schultern der Bergrettungs-männer nach Unken getragen. Andere Sommergäste haben in Ortsnähe den Abtransport des Toten beobachtet und sich dabei so schockiert, daß man in den nächsten Tagen üble Berichte in der Bildzeitung lesen konnte...

 

Ende Juni des Jahres 1976 stürzten die beiden Bergrettungs-Jungmänner Jakob Friedl und Hans Eder bei einer Tour am Großglockner ab. Ein Steinschlag hat die Seilschaft aus der Pallavicinirinne gerissen, der Sturz endete auf der Pasterze tödlich.

 

Am selben Wochenende suchte ein Teil der Bergrettungsmänner nach der abgängigen Altbäuerin vom Ennsmannbauern. Sie ist am Weg vom Ennsmann Gruber zum Heimhof abgestürzt und konnte nach einer längeren Suchaktion nur noch tot geborgen werden.

 

Am 12. Mai 1988 ist der Unkener Wolfgang Strassegger an der Wagendrischel-Südwand aus der von ihm erstbegangenen Kletterführe "Rauhnachtstanz" abgestürzt. Die Bergrettungskameraden konnten ihn nur noch tot bergen.

 

Am 14. Februar 1993 gegen 21 Uhr werden vier Argentinische Jugendliche als abgängig gemeldet. Gegen 4 Uhr am Morgen des folgenden Tages werden die Geschwister unterkühlt, sonst jedoch wohlauf, oberhalb der "Haselwand" am Hochgseng gefunden. Sie wollten nur mal schnell zum Wetterkreuz wandern . .