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Bergrettung
 
 

Geschichte der Ortsstelle

Bereits in den Jahren um 1850 galt das Kaprunertal als einer der kürzesten Anstiege zu den Dreitausendern dieser Region.

Die erste Erwähnung eines Bergunfalles stammt aus dem Jahr 1853, wo bei einem Lawinenunglück im Bereich der Krapfalm beim Heuziehen 4 Knechte getötet wurden.

Auch die Erstbesteigung des Wiesbachhornes im Oktober 1870 zeugt von den bergsteigerischen Aktivitäten dieser Jahre.1872 wurde die Kaindlhütte, die 1902 durch das Schweigerhaus an anderer Stelle ersetzt wurde, errichtet.

Der große touristische und bergsteigerische Aufschwung kam jedoch erst mit der Erschließung des Tales durch Nikolaus Gassner in den Jahren 1891 bis 1895. Dieser lies das Hotel Kesselfall errichten und erbaute Weganlagen bis zum Kapruner Törl.

Die Orglerhütte, erbaut 1896 durch Gassner sowie die bereits 1862 errichtete Rainerhütte, beides Stützpunkte für Bergsteiger auf dem Wasserfallboden mußten in den 50-iger Jahren den Stauanlagen der Verbund weichen.

In dieser Zeit der geführten Bertouren wurden alpine Einsätze und Bergungen praktisch nur durch die örtlichen Bergführer durchgeführt.

Mit Beginn des "führerlosen Bergsteigens" fühlte sich niemand mehr Zuständig für verunfallte Bersteiger. So gründete 1919 die freiwillige Feuerwehr den "Alpinen Rettungsdienst Kaprun" zum Abtransport und zur Bergung verletzter Bergsteiger. Am 12.8.1921 hatte dieser den ersten Einsatz als 4 Touristen am Kaindlgrat abgestürzt waren.

Später schlossen sich die Bergführer dem Rettungsdienst an und ab 1924 hieß dieser "Bergrettung".

1927 gründete der deutsche und österreichische Alpenverein unter der Leitung von Gottfried Rainer eine "Bergwacht" in Kaprun.

Erst im Jahre 1945 wurde der "Österreichische Bergrettungsdienst Land Salzburg" gegründet und somit alle Ortsstellen diesem unterstellt.

Bis zum heutigen Tag gab es 6 Ortsstellenleiter die unter der Schirmherrschaft der Landesleitung die Ortsstelle führten.

Von 1853 bis zur Gründung im Jahre 1945 gab es im Kaprunertal 58 dokumentierte Bergungen.

Im Jahre 1968 wurde im Hohenwarterpark in Kaprun ein Denkmal für alle im Kaprunertal tötlich verunfallten Bergsteiger errichtet.

Im Jahr 1999 wurde die Kapruner Ortsstelle im Zuge einiger Reformen im Salzburger Bergrettungswesen zur Schwerpunktsortsstelle gemacht.

Als erstes Materiallager diente der Ortsstelle ein Raum in der alten Turnhalle der Volksschule Kaprun. Beim Neubau der Sporthalle erhielten wir eine Raum im Keller dieser Halle.

Als das Optimum errichtet wurde war der hölzerne Proberaum der
Musikkapelle im Weg und die Bergrettung übersiedelte die Hütte an die Kapruner Ache am Ortsende von Kaprun.

2003 wurde die neue Zentrale auf einem Grundstück der Gemeinde Kaprun gebaut.

 

 

 

Zum Gedenken an die verunglückten Bergkameraden

Zum Andenken an die verunfallten Bergkameraden wurde ein Denkmal im Hohenwarter Park errichtet. Dort sind in einem Buch aus Messing die Namen der Verstorbenen chronologisch aufgelistet.

 

Totenliste