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Bergrettung
 
 

Geschichte

Die Bergrettung – ursprünglich Bergwacht – hat eine sehr lange Tradition. Sie entstand 1896, zu einer Zeit als sehr viele Fremde unsere Berge erstiegen. Etliche der Bergretter waren zugleich als Bergführer tätig. Eine straffere Organisation erhielt die Bergrettung 1932 unter dem ersten Einsatzleiter Franz Stehrer. Mit dabei waren Matthias Engljähriger, Max Engl, Ernst Gitzoller, Josef Laimer und Johann Unterberger.

Mit offizieller Genehmigung der amerikanischen Besatzungsmacht gründete die Bergrettung Strobl am 15. Oktober 1948 einen eigenen Verein. Der Beschluss dazu wurde bei der Gründungsversammlung der Naturfreunde im Juli 1948 gefasst. Initiator und erster Obmann war wiederum Franz Stehrer. Damals, in den ersten Jahren, musste der Obmann zu jedem Bergrettungsmann mit dem Fahrrad fahren, um ihn zu verständigen. Heute werden die Mitglieder rasch mittels Funk, Pager oder Mobiltelefon zum Einsatz gerufen. Auch die wenigen Geräte und die private Ausrüstung waren noch entsprechend einfach. Erst nach und nach steuerte die Landesleitung das Notwendigste bei, sodass die Bergrettung heute über eine professionelle Ausrüstung verfügt: Stahlseilgerät, Seilwinde, Gebirgstrage, Akja, Seile, Funkgeräte, Pager, Bergesack usw.

Seit Beginn der Vereinstätigkeiten gehört die Aus- und Weiterbildung zur wichtigsten Vereinstätigkeit. Franz Stehrer begann persönlich mit den theoretischen Schulungen der Mitglieder in seinem Wohnzimmer. 1977 konnte die Bergrettung endlich ihren neuen Geräte- und Schulungsraum beziehen. Die Räumlichkeiten in der Dienststelle (gemeinsam mit Rettung und Feuerwehr) wurden mit Hilfe der Kameraden ausgebaut und eingerichtet. Jeder Bergrettungsmann ist verpflichtet, mehrere Wochen- und Wiederholungskurse zu absolvieren und sich den Anforderungen aufgrund der ständig wachsenden Zahl an neuen Modesportarten (Rafting, Canyoning, Paragleiten, Drachenfliegen usw. ) zu stellen.

Spezielle Übungen für Winter- und Sommerbergungen, für Fels- und Eisbergungen, Suchaktionen, Lawineneinsätzen usw. werden durch die Landesleitung abgehalten. Die meisten Einsätze fanden 1970 im Winter auf der Postalm statt, allein im Winter 1955 mussten 22 Wanderer und Tourengeher gerettet werden. Damals erfolgte der Auf- und Abstieg von Strobl aus noch zu Fuß, später stellte ein Mitglied einen alten Rotkreuzwagen zum Transport der Verunglückten zur Verfügung.

Durch den Bau der Postalmstraße verlagerte sich der Einsatzschwerpunkt auf den Sommer. Mit der Errichtung der Lifte und dem Ausbau der Schipisten kam als zusätzliches Aufgabengebiet die Bergung von Schifahrern hinzu, 91 Personen alleine 1974. Trotz des vermehrten Einsatzes des Rettungshubschraubers und der Flugretter bleibt der Bergrettungsmann unersetzbar bei extremen Verhältnissen, schlechter Witterung, bei Nacht und schlechter Sicht.

Von 1995 bis 2007 lenkte der Strobler Mathias Gruber als Landesleiter von Salzburg die Geschicke der Salzburger Bergrettung.

Im April 1998 beging die Ortstelle Strobl das 50jährige Vereinsjubiläum mit einer umfangreichen Material- und Fotoausstellung im Lesesaal der Raika Strobl.

Die derzeitigen Lager- und Schulungsräumlichkeiten befinden sich, gemeinsam mit den anderen Rettungsorganisationen, in dem im Jahre 2001 durch die Gemeinde Strobl errichtetem Kommunalhaus. In vielen freiwilligen und unentgeltlichen Arbeitsstunden und auf eigene Kosten wurden die noch im Rohbau zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten ausgebaut. Die feierliche Übergabe erfolgte im Rahmen eines großen öffentlichen Festes mit Bierzelt im Mai 2002.