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Bergrettung
 

Geschichte

Am 20. November 1931 wurde anlässlich einer Vollversammlung des Wintersportvereines St. Wolfgang die „Alpine Rettungsstelle St. Wolfgang im Deutschen und Österreichischen Alpenverein“ ins Leben gerufen. Zum Leiter dieser gemeinnützigen Einrichtung wurde der Gastwirt Max Preissl gewählt, dem sich spontan 23 Herren als Mitglieder dieser Rettungsstelle anboten und anschlossen. Bei der Wahl des Ausschusses wurden bestellt: Max Preissl, Obmann; Ing. Richard Peter, Obmann Stellvertreter; Franz Zimmermann, Schriftführer; Dr. Xaver Rais und Siegmund Kagerer als Beisitzer.

 

Der Deutsche Alpenverein, damals noch Deutscher Bergsteigerverband im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen übernahm diese Rettungsgruppe im Jahr 1938. Aus dieser Bergwacht Ortsstelle St. Wolfgang wurde am 10. Juni 1946 die „Bergrettungsdienststelle St. Wolfgang“ gebildet, die sich dem Bergrettungsdienst Oberösterreich angeschlossen hat. Diese Ortsgruppe bestand aus 21 Mann, Obmann Karl Hödlmoser, Stellvertreter Georg Lorenz, Schriftführer Peter Pfarl, Gerätewart Wolfgang Wallner.

 

Schon nach einem Jahr, im Juli 1947, erfolgte der Wechsel zur Landesleitung Salzburg Auch die Unterbringung der Bergrettung wechselte einige Male. Zuerst im Dachboden des Gemeindeamtes untergebracht, wechselte man zur (alten) Volksschule neben der Kirche. Als diese aufgelassen wurde, übersiedelte man ins Armenhaus und von dort siedelte man 1979 wieder zurück ins Gemeindeamt. Seit damals befindet sich die Ortsstelle im 2. Stock des Gemeindeamtes in dem in unzähligen Arbeitsstunden ein Geräteraum und ein Schulungsraum eingerichtet wurde. Im Jänner 2007 wurde die Ortsstelle von dort ausquartiert, es Stand nur ein provisorischer Lagerraum zur Verfügung.

 

Neben den Bergungen im alpinen Bereich wurde der Bergrettungsdienst auch für andere Aufgaben herangezogen, wie dieser Bericht des damaligen Gemeindearztes Dr. Franz Xaver Rais zeigt:

 

„Frau Maria Hinterberger, Gattin des Franz Hinterberger, beim
Gemeindeamt St. Wolfgang bedienstet musste nach der Entbindung dringend ins
Krankenhaus eingeliefert werden. Die furchtbaren Schneeverhältnisse zwangen mich
die Rettungsmannschaft des Bergrettungsdienstes mit Schlitten in Anspruch zu
nehmen, für den Transport zum Rettungsauto. Sie waren circa 5 Stunden im ärgsten
Schnee-Regensturm, bei tiefen Schneeverwehungen im Einsatz. Der Frau geht es
entsprechend, aber doch gut und ist außer Lebensgefahr. St. Wolfgang am 22.1.1954
gezeichnet Dr. Franz Xaver Rais.“

 

Ortsstellenleiter: 1931 bis 1938 Max Preissl, 1938 bis 1975 Karl Hödlmoser, 1966
Hermann Reif provisorischer Ortsstellenleiter, 1975 bis 1995 Hans Niederhofer, 1995 bis 2009 Peter Lippert jun., ab 2009 Siegfried Gadocha.

 

Derzeit besteht die Ortsstelle aus 15 Mitgliedern, das Einsatzgebiet erstreckt sich über das gesamte Gemeindegebiet von St. Wolfgang und über die Landesgrenze hinaus bis auf die Linie Falkenstein, Schafberg und Hinterschafberg.

 

Fläche des Einsatzgebietes: 56,6 km2
Geographische Position: 13°26`63" östlich von Greenwich & 47°44`18" Nord
Seehöhe Ortszentrum 548 m

 

Seit 2001 bis Herbst 2006 stand ein privates Einsatzfahrzeug im Einsatz, das von Siegfried Gadocha zur Verfügung gestellt wurde. Danach wurde ein ortstelleneigenes Einsatzfahrzeug (Toyota Landcruiser HZJ 78) angeschafft, das sich bestens bewährt. Neben dem Ortsstellenarzt Dr. Michael Leifer und weiteren Sanitätern verfügt die Ortsstelle auch über zwei Flugretter des C6 Notarzthubschrauber aus Salzburg.

 

Ab Herbst 2009 ist die Ortstelle in einem 130 m2 großen Kellerraum der Volksschule untergebracht. Dies kann und soll aber nur eine Übergangslösung darstellen.

 

St. Wolfgang im Februar 2002, Peter Lippert
Überarb. u. ergänzt : Siegfried Gadocha im August 2009