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Bergrettung
 
 
Erste-Hilfe-Ausbildung durch qualifizierte Bergrettungsärzte und Sanitäter

Sanitätswesen

Ärzte-Wissen für die Bergung

Welche Aufgabe der Medizin bzw. der Notfallmedizin im alpinen Rettungswesen zukommt, können Sie am leichtesten nachvollziehen, wenn Sie sich vor Augen halten, in welchem Umfeld die Bergunfälle passieren: Wir erhalten Hilferufe aus unwegsamem, absturzgefährdeten Gelände, weit weg vom öffentlichen Straßen- und Wegenetz. Oder die Hilfesuchenden oder Verletzten haben sich in schwer zugängliche Schluchten oder Gräben verirrt, warten erschöpft und unterkühlt auf das Eintreffen der Helfer. Wir treffen auf zum Teil schwer verletzte Wanderer und Bergsteiger, auf erschöpfte, verzweifelte, bewusstlose und manchmal verwirrte Menschen usw. usw...

 

Erste Hilfe leisten

In solchen Fällen kommt der Ersten Hilfe, der Erstversorgung an Ort und Stelle, eine immens große – ja lebensrettende – Bedeutung zu. Nicht immer können wir Bergrettungsärzte und Notfallmediziner bei den Rettungseinsätzen dabei sein, weil wir zum Beispiel in den Ordinationen oder Spitälern gebraucht werden. Daher ist es mir ein großes Anliegen, dass alle Bergrettungsleute bestens in Erster Hilfe ausgebildet sind. Sie müssen die Verletzten optimal versorgen können, müssen einschätzen und entscheiden können, ob etwa ein Hubschrauber für den Abtransport nötig ist. Sie sollten auch guten Zuspruch leisten und die Verunfallten motivieren können – eine Aufgabe, die in den Bereich der Psychologie fällt.

 

Umfangreiche Ausbildung

Daher müssen alle Frauen und Männer, die in die Salzburger Bergrettung beitreten wollen, eine umfangreiche Erste-Hilfe-Ausbildung absolvieren. Im Rahmen der Sommer- und Winterkurse werden den angehenden Bergrettern insgesamt 40 Stunden alpinmedizinischer Ausbildung geboten. Zusätzlich müssen Bergrettungsleute in ihren Ortsstellen alle zwei Jahre eine medizinische Schulung von vier Stunden ableisten. Die entsprechenden Inhalte der Schulungen und Kurse werden von uns Bergrettungsärzten ständig an die neuesten Erkenntnisse der alpinen Notfallmedizin angepasst.

Das heißt aber auch, dass wir Bergrettungsärzte auch regelmäßig die relevanten Tagungen und Kongresse besuchen müssen, um auf diesem Sektor up to date zu sein – so zum Beispiel bin ich regelmäßig bei den Bergrettungsärztetreffen sowie auf alpinmedizinischen Symposien.

 

Psychologische Hilfestellungen

Noch ein paar Worte zur angesprochenen Psychologie bzw. Notfallpsychologie: In der Salzburger Bergrettung bemühen wir uns seit Jahren darum, dass unsere Einsatzkräfte auch psychologisch geschult werden (zum Teil im Zuge der Erste-Hilfe-Kurse), um die Verunfallten oder deren Angehörigen auch entsprechend unterstützen zu können. Ganz wichtig ist aber auch, dass die Bergrettungsleute nach belastenden Einsätzen selbst psychologische Hilfe bekommen, wenn sie dies wünschen (mehr dazu erfahren Sie im Kapitel über den Fachbereich Notfallpsychologie).

 

Das Bergwandern und Bergsteigen wird immer beliebter. Zu Recht, denn kaum irgendwo ist es schöner als in unseren Bergen, nirgendwo kann man sich besser erholen oder abschalten. Außerdem ist durch zahlreiche Studien bewiesen, dass das moderate Gehen und Steigen einen enormen gesundheitlichen Benefit aufweist. Darum schließe ich mit der Hoffnung, dass Sie – liebe Freunde und Förderer der Bergrettung – möglichst oft unsere schöne Bergwelt genießen können. Und dass Sie gesund und ohne Verletzung wieder nach Hause kommen.