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Notfallsanitäter

Notfallsanitäter sind erfahrene Rettungssanitäter mit umfangreicher Zusatzausbildung. Ihre Aufgabe ist neben den allgemeinen Aufgaben eines Sanitäters (Betreuung des Patienten während des Transportes, Hilfestellung bei auftretenden Akutsituationen und Durchführung lebensrettender Sofortmaßnahmen) vor allem die Unterstützung des Notarztes.

Ausbildung

Die Ausbildung baut auf der der Rettungssanitäter auf. Sie umfasst weitere 480 Stunden und gliedert sich in drei Teile: die theoretische Ausbildung im Ausmaß von 160 Stunden, ein Krankenhauspraktikum im Ausmaß von 40 Stunden, sowie ein 280-stündiges Rettungsdienstpraktikum.

Der Lehrstoff der Rettungssanitäter-Ausbildung wird vertieft, zusätzlich sind ihnen erweiterte Maßnahmen, wie etwa die Gabe bestimmter Medikamente erlaubt.

Notfallkompetenzen

Notfallsanitäter können durch zusätzliche Ausbildungen so genannte Notfallkompetenzen erwerben. Dadurch dürfen sie unter bestimmten Umständen Maßnahmen setzten, die normalerweise Ärzten vorbehalten sind. 

Notfallkompetenzen dürfen angewendet werden, wenn das Leben oder die Gesundheit des Patienten unmittelbar gefährdet ist, das gleiche Ziel nicht durch weniger eingreifende Maßnahmen erreicht werden kann, und ein Arzt dies anordnet oder ein Arzt verständigt, aber noch nicht eingetroffen ist.

Man unterscheidet die allgemeinen Notfallkompetenzen...

  • Arzneimittellehre: Verabreichung von Medikamenten laut "Arzneimittelliste 2"
  • Venenzugang und Infusion: Punktion peripherer Venen und Verabreichung kristalloider Infusionslösungen

...und die besondere Notfallkompetenz

  • endotracheale Intubation: Einführen eines Beatmungsschlauches in die Luftröhre