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Bergrettung
 

Anforderungsprofil

 Mitglieder des ÖBRD, Land Salzburg, können sich gemäß den Ausbildungsrichtlinien, Abschnitt „Spezialausbildung“ zu Hundeführern oder Hundeführerinnen (in weiterer Folge kurz HF genannt) ausbilden lassen.  Dazu ist erforderlich:

 1)      Kriterien für die Aufnahme

a)      Aktives Mitglied einer Ortsstelle im Bundesland Salzburg

b)      der Ausbildungsstand hat dem gemäß den Richtlinien für die Mitgliedschaft im ÖBRD, Abschnitt „Aus- und Fortbildung“ bzw.  „Dienstabzeichen“ zu entsprechen

c)      Mindestalter vollendetes 18. und Höchstalter vollendetes 50. Lebensjahr, bei entsprechender körperlicher Leistungsfähigkeit

d)     Erreichbarkeit und Verfügbarkeit für Einsätze während des ganzen Jahres.

2)      Ausnahme

Besitzt ein Mitglied des ÖBRD bereits beim Eintritt einen entsprechenden Hund, kann von den vorstehenden Bestimmungen abgesehen werden, wenn sich das Mitglied verpflichtet, neben der Ausbildung zum HF die oben angeführte Ausbildung zum Bergrettungsmitglied innerhalb der vierjährigen Frist zu absolvieren.

3)      Aufnahme - Antrag

Der schriftliche Antrag zur Ausbildung zum HF ist vom Antragsteller und dem zuständigen Ortsstellenleiter zu unterfertigen und an den betreffenden Bereichsleiter der Hundestaffel weiterzuleiten.

Der Bereichsleiter hat mit dem Antragsteller ein Informationsgespräch zu führen, wobei der Bedarf in der Region, die Verantwortung und die Ernsthaftigkeit des Bewerbers zu prüfen ist.

Vom Bereichsleiter ist hernach der Antrag an den Referenten für Hundewesen weiterzuleiten.

4)      Ausbildung

Der HF hat die Ausbildungslehrgänge zum HF in der vorgesehenen Reihenfolge zu absolvieren und spätestens innerhalb von vier Jahren abzuschließen.

Bereichsleiter und deren Stellvertreter haben zusätzlich die Spezialausbildung für „Einsatzleiter“ gemäß den Ausbildungsrichtlinien zu erfüllen.

5)      Kriterien für die ÖBRD-Hunde

       Der Hund muss hinsichtlich Körperbau und Wesen den Anforderungen des ÖBRD an   einen Lawinenhund entsprechen. Reinrassigkeit wird nicht gefordert.

        Der Ausbildungsbeginn sollte in die Welpenzeit fallen – spätere Einstiege bedürfen einer        Genehmigung durch den Referenten der Hundestaffel.

6)      Ausbildung

      Die Kurse gliedern sich in

       - Welpen und Junghundetage

      - A – Ausbildung für Anfänger

      - B – Ausbildung für Fortgeschrittene

      - C – Weiter- und Perfektionsausbildung

      - CW – Wiederholungskurs mindestens alle zwei Jahre

      Die Hundeführer haben die vorstehenden Kurse mit ihren Hunden zu absolvieren.

       HF haben nach Möglichkeit mit den auszubildenden Welpen und Junghunden bei den Bereichsübungen und Kursen anwesend zu sein.

       Um einen besseren Überblick über die Leistungen der einzelnen HF und der Hunde zu    haben ist ein „Gesamt-Beurteilungsblatt“  zu führen. Die Beurteilung und die Führung dieses Blattes obliegt dem Bereichsleiter.

7)      Hundehaltung und Eigentumsverhältnisse

      Der Lawinen- und Suchhund ist Eigentum des Bergrettungsmitgliedes.

      Für Fütterung, Pflege, Impfungen, (Haftpflicht)Versicherung, Training und Gehorsam ist der Hundeführer verantwortlich.

       Auf Ansuchen gewähren die Gemeinden für Lawinen- und Suchhunde in der Regel Steuerfreiheit. Eventuell notwendige Bestätigungen können beim Referenten angefordert werden

8)      Zurücklegung der Sonderfunktion

      Die Sonderfunktion „HF“ kann jederzeit zurückgelegt werden.

Beim Verkauf oder der Weggabe des Hundes verliert dieser das Prädikat „Lawinen- und  Suchhund“ und darf auch nicht mehr als solcher gekennzeichnet sein.

       Ist die Sonderfunktion „HF“ nicht mehr gegeben, so ist der Ausweis, die Plakette und die         zur Verfügung gestellten Geräte und Sonderausrüstung beim Referat abzugeben.

9)      Ausschluss

       Ausschließungsgründe sind:

a)      mehrmaliges Nichterscheinen bei Einsätzen, Kursen und Bereichsübungen;

b)      mangelnde Haltung und Pflege des Hundes;

c)      mangelnder Gehorsam und Training des Hundes;

d)     Hunde die zum Raufer oder Beißer werden;

e)      wenn Hund und HF den Anforderungen des Österreichischen Bergrettungsdienstes nicht mehr entsprechen.

Ausnahmen von diesen Richtlinien können nach Absprache mit dem Referatsvorstand und der Landesleitung gestattet werden.

Landesversammlung, St. Wolfgang am 9.3.2002

Änderungen, Flachau, 29.4.2006