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Bergrettung
 
 

Canyoning

Wer hätte gedacht, dass aus alpinen Landratten jemals hochspezialisierte Frösche werden müssten? Der Trendsport Canyoning ist eine neue Herausforderung für Bergretter.

19 von 44 Ortsstellen des Bergrettungsdienstes Salzburg sind mit schwierigen Einsätzen der neuen Art immer stärker konfrontiert. Die Begehung von Schluchten wird bei Urlaubern und Einheimischen immer beliebter. Früher betrieben das sogenannte „Canyoning" nur trainierte Spezialisten, heute wagen sich immer mehr Laien vor, und manche verunglücken beim Wandern, Klettern, Abseilen und Schwimmen in feuchten oder überfluteten Schluchten. Dieser neue Bergsport stammt ursprünglich aus den USA.

Nachdem die Begeisterung für Canyoning auf Europa übersprang, entdeckten Raftingunternehmen, Bergführer und Outdoor-Firmen den neuen Spaß als Quelle zusätzlicher Einkommen. Eine verstärkte Kommerzialisierung hält weiter an, mit allen verbundenen Vor- und Nachteilen.

„Die Gefahren sind vielfältig, daher sollte die Ausübung und die notwendige Ausbildung auch für Laien nur über erfahrene und geprüfte Schluchtenführer oder Bergführer laufen", warnt der erfahrene Pinzgauer Bergführer und Bergretter Gerhard Pfluger. Er ist Chef der Ausbildung beim Bergrettungsdienst Salzburg.

Viele Schluchten sind so unzugänglich, dass sie nur mit Hilfe von Seilen begangen werden können. Manchmal wird es in engen Canyons auch blitzschnell lebensgefährlich. Nach Gewittern oder Wetterstürzen drohen Überflutungen, in denen Sportler ertrinken können.

Bergungen von Verletzten kann die Bergrettung nicht mehr mit klassischen Methoden durchführen. Wir schulen unsere Teams bei Spezialkursen und brauchen teure Neopren-Anzüge, die den Körper im kalten Wasser schützen. Außerdem sind eigene Arten von Seilen für das Canyoning nötig sowie neuartige schwimmende Tragen, auf denen Verletzte sicher transportiert werden können.