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Bergrettung
 
 

Landesleitung

Bei der 69. Landesversammlung am 2. April 2016 in Tamsweg wurde Balthasar Laireiter zum neuen Landesleiter und somit Chef der Bergrettung im Land Salzburg gewählt. Er ist ein wichtiger Teil der Bergrettung Salzburg, fast könnte man sagen ein "Urgestein". So einen Satz hört er übrigens nicht gerne - unser ruhiger und besonnener neuer Landesleiter.

 

Seit fast einem halben Jahrhundert ist er quasi mit der Bergrettung "verheiratet" (genauso lange wie mit seiner Frau...). 1974 ging er probeweise zur Bergrettung Muhr, bereits vier Jahre später wurde er Ortsstellenleiter von Muhr, das blieb er 38 Jahre lang. Vor 24 Jahren wurde er zum Bezirksleiter vom Lungau gewählt – eine Funktion die er demnächst abgeben wird, um zu 100 Prozent seinen Bergrettungskameraden in den nächsten Jahren als Landesleiter zur Verfügung zu stehen.

 

Warum er dieses zeitintensive Amt angenommen hat begründet „Hausa“ folgendermaßen: „ In der Bergrettung sind drei Prämissen sehr wichtig, wegen deren ich der Bergrettung beigetreten bin. Die Kameradschaft, das Vertrauen und die Freundschaft.“

 

Wann und wo bist du geboren? Ich bin am 15.01.1952 in Großarl geboren

 

Seit wann bist du bei der Bergrettung und wie war dein Werdegang?
Ich wurde 1974 probeweise in die Bergrettung aufgenommen – die offizielle Aufnahme als Bergrettungshelfer mit Ausweis erfolgte am 23.02.1976. Zum Bezirksleiter für den Lungau wurde ich am 21.06.1992 gewählt und mit 2.4. bei der heurigen Landesversammlung zum neuen Landesleiter.

 

Beruf: Beruflich 41 Jahre als Gemeindeamtsleiter in der Nationalparkgemeinde Muhr tätig. Seit drei Jahren bin ich in Pension.

 

Familie: Ich bin seit 1974 verheiratet und habe zwei erwachsene Söhne.

 

Was ist dir als Landesleiter ein besonderes Anliegen?
Als Landesleiter ist es mir ein besonderes Anliegen, auf die altbewährten Werte Kameradschaft, Vertrauen und Freundschaft zurückzukehren und unsere Energien auf den öffentlichen Auftrag, der Rettung von in alpine Notlage geratenen Mitbürgern zu konzentrieren. Dazu muss vorrangig die finanzielle Grundlage für die Zukunft abgesichert werden, wozu mit dem Land Salzburg in den nächsten Wochen entsprechende Verhandlungen zu führen sein werden.

 

Welche Menschen haben dich beeindruckt bzw. beeindrucken dich?
Mich beeindrucken ganz besonders meine Kameraden, die immer wieder selbstlos unentgeltlich ihre Zeit investieren und oft unter Lebensgefahr unserem Auftrag nachkommen um unsere in alpine Notlage geratenen Mitbürger zu bergen und zu retten.

 

Was bringt dich zum Lachen?
Herzlich zum Lachen bringt mich ein guter Witz in einer geselligen Runde.

 

Wo bist du am liebsten unterwegs?
Am liebsten bin ich in unserer freien Natur, abseits von eingetragenen Routen, Klettersteigen und Wanderwegen unterwegs.

 

Was – außer Berge - sind deine Hobbies?
Meine Leidenschaft gilt neben den Bergen der Jagd und hier im Besondern der Jagd auf den Wintergams.

 

Dein schönster oder auch dein unangenehmster Moment bei Bergrettung?
Mein schönstes Erlebnis in der Bergrettung war die erfolgreiche Bergung einer Verletzten mit Wirbelbruch. Die Frau ging an Haaresbreite an einer Querschnittlähmung vorbei und ist wieder vollständig genesen. Ein uns damals unbekannter Arzt sah bei der Erstversorgung und Bergung ohne sich zu erkennen zu geben zu, zollte uns im Anschluss der Bergung dafür Lob und lud die Bergemannschaft zu einem Getränk ein. Der traurigste Moment in meiner Funktion als Bergretter war die Todbergung einer 14-jährigen Schülerin aus einer Nassschneelawine.

 

Wo siehst du die Bergrettung in 20 Jahren?
Ich sehe die Bergrettung in 20 Jahren als ein kameradschaftliches Team mit bester Ausbildung, das Bergungen und Einsätze unter schwierigsten Bedingungen wie etwa Schlechtwetter, Nacht oder Lawinengefahr, durchführt und dabei Leben rettet. Eine moderne Rettungsorganisation, die sich mit öffentlichen Mitteln finanziell abgesichert ihrem öffentlichen Auftrag voll widmen kann.

 

Wen würdest du mal am liebsten (natürlich unverletzt) bergen?
Am liebsten berge ich Kameraden als Figuranten bei einer Übung.

 

Interview von Riedler/Hutticher