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Bergrettung
 

Anspruchsvolle Bezirksübung Hofpürgelhütte

 

Pongau Ost: Bezirksübung samt Einsatz

7. Oktober 2012: Am vergangenen Samstag hielten die sieben Ortsstellen des "Pongau-Ost" ihre Bezirksübung am Dachstein Gletscher ab. Nach der Übung wurden sie zu einem Einsatz gerufen.

 

Die Pongauer Bergretter übten am Dachstein die verschiedensten Bergetechniken im Stationsbetrieb: Dazu gehörte die Selbstrettung aus der Gletscherspalte mittels Münchhausentechnik, das Halten eines Spaltensturzes in der 3-er Seilschaft, eine Bergung mittels Seilrolle, das Gehen und Klettern mit Steigeisen und Eisgerät, ein Standplatzbau im Eis und eine Spaltenbergung mit Bergedreibein.

Um etwa 15 Uhr war die Übung zu Ende und es folgte im Seminarraum der Bergstation Hunerkogel die Abschlussbesprechung und das obligatorische Zusammensein.

 

Die Bezirksleitung bedankt sich bei der OS Radstadt für die gute Organisation und für die perfekte Durchführung der Übung.

 

Seilschaft Probleme in der Dirndl-Ostwand


„Währenddessen konnten wir beobachten, wie eine 4-köpfige Seilschaft im oberen Teil der Abseilpiste der Dirndl-Ostwand Probleme hatte das Seil abzuziehen“, schildert Bezirksleiter Stv Coen Weesjes."Über eine Stunde versuchten die vier Kletterer das Seil frei zu bekommen".

Ein Kletterer prusikte sich hinauf, um das Seil frei zu machen, was ihm auch gelang. Als er sich wieder abseilte und das Seil wieder abziehen wollte, verfing sich das Seil nochmals.

Inzwischen war etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang die Bergrettung Ramsau verständigt worden. "Betriebsleiter A. Seebacher, ebenfalls auch BR-Mann in Ramsau, fragte uns, ob wir hinauf steigen könnten, um der Seilschaft zu helfen", erzählt Coen Weesjes.

 

Hubschrauber-Einsatz nicht mehr möglich

 

Wegen der kurzen Zeit, die noch bis zum Sonnenuntergang verblieb, wurde ein Hubschrauber für die Bergung angefordert. „Wir, die Pongauer Bergretter, fuhren mit der Bahn hinunter und erfuhren unten angekommen, dass kein Hubschrauber zur Verfügung stehe“, so Coen. Die C14 aus Niederöblarn war im Einsatz und der Salzburger Hubschrauber wollte so kurz vor Sonnenuntergang nicht mehr starten.

Daher entschieden neun Pongauer Bergretter, wieder hinauf zu fahren, um die Rettung einzuleiten. „Als wir am Weg über den Gletscher waren, sahen wir, dass die Seilschaft das Seil bereits freibekommen hatte und sich wieder weiter abseilte. Als wir dort eintrafen, war es finster und wir bauten ein Seilgeländer auf, um die vier Kletterer sicher auf den Gletscher zu bringen“, so Coen. Alex Seebacher leuchtete den Ausstieg mittels Pistenbully aus.


Um 19:00 Uhr erreichten die Kletterer - allesamt gut bei Kräften - den Gletscher.

 

Bericht: Coen Weesjes, Bezirksleiter Stv Pongau
Foto: Coen Weesjes und Roland Burböck, Bergrettung Flachau

 

Danke für die freundliche Unterstützung an die Dachsteinbahn!

 

Zauchensee: Für den Ernstfall im Winter gerüstet

Am vergangenen Wochenende fand im Skigebiet Zauchensee eine große Bergeübung der Bergrettung statt.

Es ist wohl der Alptraum eines jeden Skifahrers: Man ist in einer voll besetzten Gondel oder in einem Sessellift unterwegs und diese bleibt plötzlich wegen technischer Probleme stehen und hängt einige Dutzend Meter über steilem Abgrund. In so einem Fall ist es dann wichtig, dass alles möglichst schnell und präzise abläuft. Genau dieses Szenario trainierten die Bergretter der Ortsstellen Altenmarkt, Radstadt und Flachau in einer großangelegten Bezirksübung gemeinsam mit Liftbediensteten, Feuerwehr und Flugrettung Martin.
Im Bereich der Schwarzwandbahn und der Tauernkarbahn in Zauchensee wurde dieser Ernstfall von 170 Einsatzkräften geübt: Obwohl sie in Schwindel erregender Höhe festsaßen, konnten alle 70 Personen innerhalb von zwei Stunden unverletzt gerettet werden. Angenommen wurde ein Getriebeschaden, welcher den völligen Stillstand der Bahn bzw. des Sesselliftes zur Folge hatte. "Diese Übung zeigte ein erfreulich professionelles Niveau aller Bergemannschaften", so Coen Weesjes, der stellvertretende Bezirksleiter der Bergrettung Pongau. "Die Sicherheit der Fahrgäste und Bergemannschaften war außerdem zu jedem Zeitpunkt der Übung gegeben".
Er zeigte sich besonders zufrieden über den guten Ablauf auf bergetechnischer Ebene. Auf Kommunikations- und Organisationsebene zwischen Bergbahnen, Feuerwehr, Bergrettung und Flugrettung gab es einige Verbesserungspunkte: "Gehen lernt man nur durch Stolpern", meint ein mit dieser Übung sehr zufriedener Bezirksleiter.
Die Bergung der Insassen wurde mit Unterstützung der Flugrettung Martin I durchgeführt und an der 6er-Sesselbahn Tauernkar auch mit dem Pistengeräte-Kran.

Bericht: Maria Riedler
Bilder: Coen Weesjes

Bezirksübung Pongau Ost

Am ersten Wochenende im Oktober übten sechs Ortsstellen aus dem Pongau -Flachau, Filzmoos, Altenmarkt, Radstadt, Wagrain und Kleinarl - gemeinsam für den Ernstfall.

Die OS Flachau dachte sich hierfür einige interessante Übungsstationen aus,  an jenen die verschiedensten Bergungen durchzuführen waren, wie etwa

- ein Jäger mit Herzinfarkt auf einem Hochsitz
- ein Paragleiter auf einem Baum
- ein verirrter Schwammerlsucher in einer Felswand
- zwei Skifahrer im steilen Graben (Bergung mittels Seilbahn).

Dank einer hervorragenden Organisation der OS Flachau kamen alle 66 (!) Bergretter zum Einsatz und trainierten so ihre schnelle und reibungslose Zusammenarbeit - damit im Ernstfall alle Handgriffe sitzen!

Bericht: Coen Weesjes/Bezirksleiter Stv.
Fotos: Coen Weesjes und Ortsstelle Flachau