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Bergrettung
 
 

Lawinenübung im Bereich Sichelwand

49 Bergrettungsleute aus den vier Lungauer Ortsstellen (Tamsweg, Mauterndorf, Zederhaus und Muhr), darunter drei Bergrettungsärzte und zwei Hundeführer, übten unter der Gesamteinsatzleitung von Joachim König (Ortsstelle Muhr) für den Ernstfall.

Wie für eine Winterübung üblich, standen dabei das Sondieren sowie die Anwendung des LVS-Gerätes im Vordergrund. Mittels dieser Techniken sollten in Summe zwanzig Personen, die von einer Lawine im Ausmaß von zirka 800 Metern Länge und über 100 Höhenmeter mitgerissen wurden, aufgefunden werden. 15 der zwanzig "Verschütteten" konnten dank LVS-Gerät rasch geortet werden.

Drei in einer Schneehöhle verborgenen Personen (Lebendfiguranten, sie trugen kein LVS-Gerät bei sich) wurden von Lawinensuchhunde der Bergrettung lokalisiert. Die verbleibenden zwei "Opfer" konnten erst knapp unter dem Gipfel Sichelwand aufgefunden werden. Sie mussten erstversorgt und verletzt aus der Steilflanke geborgen. Über den gesamten Lawinenkegel verteilt konnten außerdem noch diverse Gegenstände – Schier, Rucksäcke und Schuhe – mittels Sondieren sichergestellt werden.

Zivilisten wurden unverhofft Teil der Bergrettungsübung

Zufriedenstellendes Fazit also für Bezirksleiter Balthasar Laireiter und die gesamte Mannschaft, wobei ein überraschender Zwischenfall der Bezirksübung einen weiteren realistischen Charakter gab:  Schitourengeher, die im gegenüberliegenden Bereich Kesselspitz unterwegs waren, hörten die "Hilferufe" der "Verschütteten" – und sie schlugen bei der Bezirksleitstelle Lungau mittels Notruf 140 Alarm! Überraschend war dies nicht zuletzt auch für die Einsatzleitung, die mittels Aufklärung der Zivilisten sowie umgehender Anweisung der eigenen Einsatztrupps zur Rettung der im Gipfelbereich situierten "Verletzten" reagierte.

Text: Andrea Kocher

Fotos: Robert Stecker, Ortsstelle Tamsweg