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09.10.2017 - 
Vermisster Kärntner ist tot

Bergretter aus Muhr haben am Montag das Grenzgebiet zu Kärnten nach einem vermissten 33-jährigen Bergsteiger aus Gmünd abgesucht. Am Dienstag wurde der Mann tot gefunden.

Obere Schwarzsee Richtung Weinschnabel (Foto: AEG Tamsweg)

Foto vom oberen Rotgüldensee aus zum riesigen Suchgebiet @Michael Schlick / Ortsstellenleiter Muhr)

Karwassersee beim Aufstieg unterer Schwarzsee (Bergrettung Muhr)

Am Montagmorgen wurden die Bergretter aus Muhr von der Polizei zu einer Suchaktion nach einem vermissten 33-jährigen Kärntner alarmiert. Der Mann aus Gmünd war bereits am Donnerstag der Vorwoche zu einer größeren Bergtour aufgebrochen, ist aber am Montag nicht nach Hause zurückgekehrt. Wegen des schlechten Wetters am Wochenende mit Neuschnee im Hochgebirge wird ein Unfall vermutet.

Der Wirt des Gasthauses "Kölnbreinstüberl" beim Kölnbreinspeicher an der Malta-Hochalmstraße in Kärnten hatte am Sonntag die Polizei darüber informiert, dass auf dem Parkplatz seit einigen Tagen ein Auto mit Kärntner Kennzeichen stehe und der Lenker noch immer nicht zurückgekehrt sei. Laut Polizei hat die Mutter des 33-Jährigen seit vergangenem Mittwoch, 4. Oktober, keinen Kontakt mehr zu ihrem Sohn. Sie habe ihn bereits mehrmals angerufen, doch es sei nur die Mobilbox seines Handys eingeschalten gewesen.

Die Suchaktion auf der Lungauer Seite umfasst ein riesiges Gebiet: von der Kölnbreinspitze (2.934 m) über den Schwarz- und Rotgüldensee, Petereck (2893m) bis zum Weinschnabel (2754 m). Zusätzlich zum großen Suchgebiet kommen noch sehr schlechte weitere Bedingungen: auf 2500 Meter liegt rund 40 cm Schnee. Aufgrund der Wetterbedingungen konnte auf der Lungauer Seite auch kein Suchflug durch das Team des Polizeihubschraubers gemacht werden.

„Leider haben wir keine zusätzlichen Anhaltspunkte zur Suche, deshalb müssen wir die Suchaktion vorläufig unterbrechen“, so der Ortsstellen- und Einsatzleiter von Muhr, Michael Schlick.

„Sofern es die Wetterbedingungen zulassen, wird die Suchaktion mittels Polizei-Hubschrauber morgen in diesem weitläufigen Gebiet fortgesetzt."


Die Suchaktion nach dem abgängigen 33-jährigen Bergsteiger aus Gmünd wurde am 10.10.2017 um 08.00 Uhr weiter fortgeführt. An der Suchaktion nahmen sechs Mann der Bergrettung Lieser-Maltatal, zwei Polizisten der Alpinen Einsatzgruppe Spittal/Drau und der Polizeihubschrauber "Libelle" teil.
Der Sucheinsatz konzentrierte sich auf den hochalpinen Bereich zwischen Arlscharte und Gipfel Weinschnabel.
Auf Grund des gefallenen Neuschnees war die Suche besonders erschwert.
Gegen 15.20 Uhr konnte die Besatzung des Polizeihubschraubers den 33-jährigen Bergsteiger unterhalb der Marchkarscharte (in 2.384 Meter Seehöhe), Gemeinde Malta, Bezirk Spittal/Drau, tot auffinden.
Der Bergsteiger dürfte am Felsgrat der Marchkarscharte ausgerutscht und ca. 100 m über steiles und felsiges Gelände abgestürzt sein. Der Leichnam wurde mittels Seilbergung geborgen.
Die durchgeführten Ermittlungen der Alpinpolizei sowie die kriminalpolizeiliche Leichenbeschau ergaben keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. (Bericht Polizei, Kärnten)

 

 

 

 


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