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News

11.02.2018 - 
Schneebrett Göll Ostwand

Zwei Skitourengeher wurden am Sonntag von einem Schneebrett mitgerissen. Die Schwerverletzten konnten selbst die Rettungskräfte rufen.

Der Punkt knapp unter der Wolkengrenze auf einem Bild zeigt in etwa die Lage der Verletzten in der Göll-Ostwand an

Alle Fotos: Bergrettung Hallein/Christian Schartner

Zwei Skitourengeher sind am Sonntag beim Aufstieg über die Ostwand auf den Hohen Göll von einem Schneebrett rund 300 Meter über teils felsiges Gelände mitgerissen und schwer verletzt worden. Die erfahrenen und gut ausgerüsteten Alpinisten aus Bayern und aus dem Pongau konnten einen Notruf absetzen.

Sie wurden von den Rettungshubschraubern Christophorus 6 und dem Polizeihubschrauber Libelle geborgen. Im Einsatz war auch der Rettungshubschrauber Martin 1.

 

Die beiden Männer sind das letzte Stück bis zur Gipfelwechte mit Steigeisen aufgestiegen. "Kurz vor dem Ausstieg ging ein kleines Schneebrett ab", schilderte der Leiter der Bergrettungsortsstelle Hallein, Christian Schartner. Die beiden Alpinisten wurden von dem Schneebrett zwar mitgerissen, aber nicht verschüttet.  

 

Beide Skitourengeher dürften sich den Oberschenkel gebrochen haben, einer der beiden erlitt offenbar auch einen Hüftbruch und Kopfverletzungen. "Sie waren auch unterkühlt, aber ansprechbar", sagte Schartner.

 

Wegen der Lawinengefahr wäre es für die Bergretter zu gefährlich gewesen, die zwei Verletzten aus der Ostwand zu holen. Die Verunglückten mussten rasch aus der Gefahrenzone gebracht werden, es nahte eine Schlechtwetterfront. Der Rettungshubschrauber Christophorus 6 flog einen Flugretter und einen Notarzt zur Unglücksstelle. Einer der beiden Verletzten wurde mithilfe eines Sitzgurtes an einem Tau sogleich mitgenommen. Der zweite Verletzte wurde vom Polizeihubschrauber Libelle geborgen. Bei der Zwischenlandung am Roßfeld halfen die Bergretter aus Hallein bei der Erstversorgung mit. 

 

 


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