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News

08.03.2018 - 
Saalbach: Verschütteter aus Hörndlingergraben unverletzt geborgen

Ein Freerider ist am Donnerstagvormittag im Variantengebiet zwischen Saalbach und Fieberbrunn im Hörndlingergraben auf Tiroler Seite von einer Lawine mitgerissen und zum Teil verschüttet worden. Er konnte unverletzt geborgen werden.

Lawinenkegel, li. unten Verschüttetenstelle / Loch

geöffneter Airbag des Verschütteten

Taubergung

Der Salzburger war mit einem zweiten Variantenfahrer in Saalbach gestartet und fuhr in Richtung Fieberbrunn ab. "Bei der Querung einer Mulde wurde die Lawine von dem Tiefschneefahrer ausgelöst", schilderte Josef Mitterer, Einsatzleiter und Ortsstellenleiter der Bergrettung Saalbach, die um etwa 11.00 Uhr alarmiert wurde.

 

Die Lawine riss den Variantenfahrer zirka 400 Höhenmeter mit. Der Anriss in dem schmalen Graben war rund 30 Meter breit. Es handelte sich um über Nacht frisch gefallenen Triebschnee.  "Der Variantenfahrer konnte seinen Airbag ziehen", sagte Mitterer. Der Kopf des Mannes wurde nicht verschüttet. Er konnte sich selbst befreien und blieb unverletzt. "Er war aber unterkühlt und geschockt." Der zweite Variantenfahrer befand sich oberhalb der Lawine. Er verständigte per Handy die Einsatzkräfte. 

 

Die Bergrettung Salzburg war mit drei Bergrettern vor Ort. Der Variantenfahrer wurde mit einem Tau von einem Hubschrauber aus geborgen und einem Arzt übergeben. Der Rettungshubschrauber Martin 6 war zum Unfallort geflogen. Zum Zeitpunkt des Lawinenabgangs herrschte Lawinenwarnstufe 2. Der Airbag konnte den Variantenfahrer vermutlich vor einer Totalverschüttung bewahren. "Der Airbag sollte aber nicht dazu verleiten, riskanter zu fahren", appellierte der Einsatzleiter an die Vernunft der Wintersportler. „Beide Variantenfahrer waren top ausgerüstet“, weist Sepp Mitterer auf die vollständige Ausstattung der Freerider hin.

 

Fast zeitgleich wurden in kurzer Abfolge Lawinenabgänge aus Obertauern und Bad Gastein (Gamskogel) - keine Verschütteten - gemeldet.

 

Bericht: ÖBRD, Salzburg

Bilder: ÖBRD Salzburg, M. Kendler


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