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News

12.06.2017 - 
Postalm Klettersteig: Strobler Bergretter üben Ernstfall

Immer wieder müssen die Bergretter der Ortsstelle Strobl zu Einsätzen am Postalm Klettersteig ausrücken. Die Einrichtung eines "Rettungssteiges" und Übungen rüsten für den Ernstfall.

Aufgrund eines schwierigen Bergungseinsatzes der Bergrettung Strobl im Postklamm-Klettersteig im September des Vorjahres und der dabei aufgezeigten Problematik, einen Verletzten per Trage aus der Rußbachklamm bergen und abtransportieren zu können, wurden von den Bergrettern der Ortsstelle Strobl in vielen Arbeitsstunden ein teils mit Stahlseilen und einer Leiter versicherter „Rettungssteig“ sowie „Arbeitsplätze“ auf etwa halber Höhe der Schlucht eingerichtet, um im Ernstfall für derartige Einsätze gerüstet zu sein.

 

Bergung eines "Bewusstlosen" aus Klettersteig

Am 10. Juni 2017 hielt die Bergrettung Strobl daher ihre Sommerübung im Postalmklamm-Klettersteig ab, an der 18 Bergretter der Ortsstelle Strobl und dankenderweise 1 Bergretter der Ortsstelle St. Gilgen als „Opferdarsteller“ teilnahmen. Es galt, unter realistischen Bedingungen einen verunglückten, bewusstlosen Kletterer aus dem Bereich des sogenannten „Spiegels“ zu bergen.

 

Die große Schwierigkeit bestand darin, den Standort der in der Seilsicherung hängenden, reglosen Person an eine Stelle im Klettersteig zu verlegen, von wo aus sie frei hängend in eine Trage samt Vakuummatratze gelagert und von dort über das extreme Steilgelände bis zum „Rettungssteig“ mit großem personellen Aufwand geborgen werden konnte. Dabei stießen die Bergretter wiederholt an ihre körperlichen und technischen Leistungsgrenzen.

 

"Rettungssteig" bewährt sich

Überraschend unproblematisch verlief hingegen der Abtransport des Verletzten per Trage über den angelegten Rettungssteig bis zur Postalmstraße, was die vielen Mühen und Arbeitsstunden der Bergretter rechtfertigte. Vom Zeitpunkt der Einweisung der Rettungskräfte bis zum Einlangen an der Postalmstraße vergingen jedoch 5 Stunden, was auch den großen Verbrauch an Ressourcen (Personal, Material, Zeit) unterstrich.

 

 

Text: Robert Ratzinger

Bilder: OS Strobl


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